Aufmerksam hören die Besucher die Ausführungen von Firmenchef Rolf Nied. V.l. Rolf Nied, Bürgermeister Joachim Döffinger, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Kreisgeschäftsführer Klaus Kuss und Bürgermeister Alfred Beetz
Aufmerksam hören die Besucher die Ausführungen von Firmenchef Rolf Nied. V.l. Rolf Nied, Bürgermeister Joachim Döffinger, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Kreisgeschäftsführer Klaus Kuss und Bürgermeister Alfred Beetz
hehü: Assamstadt

Friedlinde Gurr-Hirsch kam am Donnerstag zu einem Gemeindebesuch nach Assamstadt. Ein Besuch der Firma ECOM stand ebenso auf dem Programm wie eine Diskussionsrunde im Rathaus, wo es vor allen Dingen um das ELR (Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum) und das LSP (Landes-Sanierungs-Programm) ging. Der Vorsitzende der CDU-Ortsgruppe Assamstadt, Bürgermeister a.D. Hermann Hügel begrüßte und begleitete den Besuch und bedankte sich dafür, dass sich die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum immer wieder in der ländlichen Region unseres Landes zeigt. Neben Bürgermeister Joachim Döffinger und Kreisrat Jochen Hügel, begleitete auch Bürgermeister Alfred Beetz aus Grünsfeld in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Kreisgruppe des Gemeindetages die Delegation.
Rolf Nied, Begründer und Inhaber der Firma ECOM begrüßte in den Räumen der Firma die Gäste und betonte, dass sie beim Weltmarktführer für tragbare explosionsgeschützte Geräte seien. H. Hönninger von der Firma ECOM zeigte danach in einer aufschlussreichen Präsentation die Entwicklung der Firma ebenso wie die entwickelten Geräte, mit denen man über 20 Mio Euro Umsatz macht. Diese Geräte, die explosionsgeschützt sind, werden bei Wartungsarbeiten, Kontrollen sowie im Transport eingesetzt. Heute entwickelt man gemeinsam mit den Produzenten und „veredelt“ anschließend mit dem Know-how der Assamstadter Vorzeigefirma. Zwei weitere Standbeine hat man in Singapur und Houston / Texas. Kunden sind alle namhaften Firmen in Öl & Gas, Chemie, Pharmazie und Bergbau.
Nach einem interessanten und aufschlussreichen Rundgang durch die einzelnen Produktionsstätten wurden hauptsächlich Fragen zur Bewältigung des Fachkräftemangels diskutiert. Dazu betonte die Staatssekretärin, dass man in Baden-Württemberg besonderen Wert auf Ausbildung vor Ort lege. Durch die Ausbildung in den Betrieben zusammen mit den Fachhochschulen, werde der ländliche Raum gestärkt und man beugt damit auch einer Abwanderung in die Ballungszentren vor. Ein wichtiger Baustein dabei sei auch die qualifizierte Kinderbetreuung, die zusammen mit den Kommunen aber auch den Firmen angeboten werden müsse. Die Region Heilbronn-Franken hat die höchste Frauenarbeitsquote. Zuwanderungen müssen geregelt stattfinden mit der Maßgabe, dass bereits die Eltern deutsch sprechen müssen, damit auch die Kinder deutsch reden. Es ist für junge Familien sicher interessant, in einer Gemeinde zu leben, wo die gesamte Region die niedrigste Kriminalrate und die höchsten Freizeitwerte hat.
Im Assamstadter Rathaus wurden dann noch anstehende Fragen zu den Förderprogrammen ELR und LSP erörtert. Beide Programme, so die Forderung der amtierenden Bürgermeister und der Sachbearbeiterin Edeltraud Kraut müssten kombinierbar sein, weil bei vielen Problemfällen sich die beiden sehr guten Förderprogramme sich gegenseitig ausschließen.
 
Text zum Foto: Aufmersam hören die Besucher die Ausführungen von Firmenchef Rolf Nied. V.l. Rolf Nied, Bürgermeister Joachim Döffinger, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Kreisgeschäftsführer Klaus Kuss und Bürgermeister Alfred Beetz

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