Verleihung des Bundesverdienstordens an Ulrich Eimüllner

„Ohne Ulrich Eimüllner gäbe es keine Heilbronn-Open“

„Dank der professionellen Arbeit von Ulrich Eimüllner haben sich die Heilbronn Open zu einem Markenzeichen der internationalen Tennisszene und einem sportlichen Aushängeschild für die Region entwickelt,“ sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Sonntag (6. Februar 2011) in Lauffen am Neckar (Landkreis Heilbronn). Seit 28 Jahren organisiere Ulrich Eimüllner diese Kultveranstaltung. Hierfür überreichte sie ihm den Bundesverdienstorden.
 
Bereits im Jahr 1983 habe der frühere Profifußballer gemeinsam mit Peter Litterer die Idee entwickelt, in der Region ein Tennisturnier mit hochrangigen Spielern zu veranstalten. Schon drei Monate später sei das erste Turnier in den Tennishallen von Talheim und Lauffen veranstaltet worden. „Der Erfolg brachte weiteren Erfolg mit sich und so wird die Heilbronn Open seit 1988 als ATP-Turnier ausgerichtet eine Turnierkategorie, bei der Weltranglistenpunkte vergeben werden“, so Gurr-Hirsch.
 
Trotz einer Querschnittslähmung, die sich Eimüllner bereits 1987 bei einem Verkehrsunfall zugezogen habe, habe er das Turnier kontinuierlich weiter entwickelt, ohne selbst finanziell davon zu profitieren. „Ulrich Eimüllner zieht keinen Gewinn aus seinem Engagement für die Heilbronn Open, trägt aber als Turnierdirektor das volle Risiko dieser Veranstaltung“, sagte Gurr-Hirsch. 1997 habe er das Tennis Center Talheim ausgebaut und ein Qualifikationsturnier für den Nachwuchs gestartet. „Ulrich Eimüllner ist mit seiner Arbeit nicht nur ein Vorbild für Menschen mit Behinderungen. Er ist ein Vorbild für alle, die noch auf den letzten Anstoß warten, aktiv zu werden“, so die Staatssekretärin. Menschen wie er gehörten zu den Machern, die eine Region benötige, um attraktiv zu sein. Ein Spitzenturnier wie die Heilbronn Open wirke sich zugleich positiv auf den Breitensport in der ganzen Region aus.
 
Der Bundesverdienstorden gilt als höchste Auszeichnung Deutschlands für Verdienste um das Allgemeinwohl und wird vom Bundespräsidenten verliehen.
 

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