Fachtagung „Erfolgreich Unternehmerin sein - Die Rolle der Frauen in der ländlichen Entwick-lung“

„Frauen sind europaweit der Motor der ländlichen Entwicklung“

„Angesichts des rasanten Strukturwandels in Wirtschaft und Gesellschaft im Ländlichen Raum benötigen wir den Ideenreichtum, den Mut und die Flexibilität der Frauen dringender denn je, um diese Herausforderungen zu meistern und die Europäische Strategie 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum umzusetzen. Frauen sind europaweit der Motor der ländlichen Entwicklung, sowohl in wirtschaftlicher als auch sozialer Hinsicht“, sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Dienstag (8. Februar 2011) in Brüssel anlässlich der Internationalen Fachtagung „Erfolgreich Unternehmerin sein - Die Rolle der Frauen in der ländlichen Entwicklung“.
 
Wie erfolgreich Frauen im Ländlichen Raum sind und welche Impulse sie für die ländliche Entwicklung setzen, zeige sich an den Unternehmerinnen aus Baden-Württemberg und Südtirol, die den zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten ihre Projekte vorstellten.
 
Frauen in den ländlichen Räumen in Europa bräuchten die richtigen Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit in wirtschaftlichen und sozialen Netzwerken sowie die Bereitstellung von Risikokapital für innovative Projekte und Unternehmen. Auch bedürfnisgerechte Qualifizierungen und eine zufriedenstellende Betreuung für Kinder und pflegebedürftige Familienangehörige seien von großer Bedeutung, so Gurr-Hirsch
 
„Die wichtige Rolle der Frauen in der Landwirtschaft und im Ländlichen Raum bei der Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 darf nicht vernachlässigt werden und muss in den Legislativvorschlägen der Kommission ihren Niederschlag finden“, sagte die Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle, die im Rahmen der Fachtagung ihren Initiativbericht „Frauen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum“ vorstellte. Josefine Loriz-Hoffmann von der Europäischen Kommission sieht in der zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik eine gute Möglichkeit, speziell für Frauen vorgesehene Fördermaßnahmen anzubieten. Hierbei hob sie die von Baden-Württemberg im Maßnahmen- und Entwicklungsplan für den Ländlichen Raum enthaltenen Fördermöglichkeiten für innovative Projekte von Frauen besonders hervor.
 
„Die baden-württembergische Landesregierung wird auch künftig ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von Frauen im Ländlichen Raum legen. Grundsätzlich stehen Frauen alle Förderprogramme offen. Zusätzlich bietet Baden-Württemberg, unterstützt durch die Europäische Union, das Programm ‚Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum‘ an. Dieses hat zum Ziel, direkt an den konkreten Problemen und Herausforderungen der Frauen im Ländlichen Raum anzusetzen. Dass Baden-Württemberg mit diesen Programmen an der richtigen Stelle ansetzt, zeigen die vielen geförderten Beispiele erfolgreicher und innovativer Projekte, die Frauen auf die Beine gestellt haben“, betonte die Staatssekretärin. Nicht selten seien dadurch nicht nur der eigene Arbeitsplatz oder landwirtschaftliche Betrieb gesichert worden, sondern sogar neue Arbeitsplätze entstanden. „Das ist Diversifizierung par excellence“, so Gurr-Hirsch.
 
Ein besonderer Gesichtspunkt bei der Auswahl der geförderten Vorhaben liege dabei auf der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der zweigleisige Ansatz sei daher eine gute Möglichkeit, die Gleichstellung von Frauen und Männern bei der ländlichen Entwicklung noch weiter voranzubringen, zusätzliches Wachstum und Beschäftigung im Ländlichen Raum zu generieren und die Lebensqualität im Ländlichen Raum zu verbessern.
 
 
Hintergrundinformationen:
Alle Fachvorträge und Projektbeispiele, die im Rahmen der Fachtagung vorgestellt wurden sowie detaillierte Informationen zum Programm „Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum“ sind auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de sowie unter www.frauen.landwirtschaft-bw.de abrufbar.
 
 
 
 

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