Firma BÄR in Gemmingen - Innovation aus dem Ländlichen Raum

Friedlinde Gurr-Hirsch besucht Gemminger Automationsunternehmen

Im Rahmen ihrer vor-Ort-Besuche besichtigte Friedlinde Gurr-Hirsch MdL die Firma BÄR GmbH in Gemmingen. Begleitet von Bürgermeister Timo Wolf und CDU-Gemeinderätin Silvia Weidner wurde sie im neuen Firmengebäude von Inhaberehepaar Britta und Ralf Bär begrüßt.
Gleich zu Beginn merkte Frau Gurr-Hirsch an, dass die Arbeitsplatzsituation in Gemmingen und Stebbach sehr gut sei. Von den Zahlen, die Bürgermeister Timo Wolf lieferte, war Frau Gurr-Hirsch beeindruckt: den 5000 Einwohnern stehen 1300 Arbeitsplätze gegenüber. Diese Gesamtzahl zeigt einen Aufwärtstrend, wie auch die Beschäftigtenzahl bei der Firma BÄR, die sich auf die 100 zubewegt.
Mit ihren Kernbereichen Montagetechnik, Robotertechnik sowie Fahrerlosen Transportsystemen ist das Unternehmen diversifiziert aufgestellt. BÄR hat Kunden in der Automobilindustrie, Medizintechnik, Logistik, Zulieferindustrie und Haushaltsmaschinen. Außerdem ist Weiterbildung Trumpf bei der Firma, da die individuellen Möglichkeiten für lernbegierige Beschäftigte besser sind, als bei sehr großen Firmen. Bei BÄR werden Mechaniker und technische Zeichner ausgebildet, bisher waren es 37, einige davon mit Kammer-Auszeichnung.
Beim Forschungsprogramm ARENA2036 ist die Gemminger Firma ein Gründungsmitglied. In Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart und dem Fraunhofer Institut wird an der 4.0-Generation des Autos geforscht und gearbeitet. Friiedlinde Gurr-Hirsch dazu anerkennend: „Ungewöhnlich, dass ein Unternehmen dieser Größe bei einem solchen Forschungsverbund dabei ist. Das liegt vor allem am Geschäftsführer Ralf Bär, der nach seinem Maschinenbaustudium stets Kontakt zur Forschung gehalten hat.“ So fanden die Lösungen aus Gemmingen auch in den Chefetagen von großen Automobilherstellern Aufmerksamkeit – bei Mercedes und Audi kommen die fahrerlosen Transportsysteme zum Einsatz; dies sind nur zwei von vielen namhaften Kunden.
Bei einem Rundgang durch die Produktion standen diese innovativen Systeme im Mittelpunkt. Obwohl spannende Zukunftsprojekte parallel zum Tagesgeschäft entwickelt werden müssen, bietet ein KMU-Betrieb, wie die BÄR GmbH, viele Vorteile für Innovation. „...und dann haben wir es einfach selbst gebaut.“, erzählte Ralf Bär, der immer wieder neue Herausforderungen hat, die er mit innovativen Ideen löst. Dies sind vor allem digital vernetzte Produkte für Gebrauch in modernen, flexiblen Fabriken, mit Namen „FiFi“ oder „Flunder“. Friedlinde Gurr-Hirsch lobte diese „Innovation aus dem ländlichen Raum“, und war erfreut, wie spannend der Besuch sei.
Nach einer anschaulichen Präsentation über das Unternehmen entwickelte sich ein lebendiger und ebenso fruchtbarer Austausch über Themen wie Schulbildung, Wirtschaft und das Arbeitszeitgesetz, aus dem Friedlinde Gurr-Hirsch viel mitnehmen konnte.
RB

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