Gemeinden starten ins neue Jahr

Gurr-Hirsch bei Neujahrsempfängen in Abstatt, Ilsfeld, Siegelsbach und Untergruppenbach

Am letzten Wochenende der Weihnachtsferien nahm die CDU-Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch an den Neujahrsempfängen in vier Wahlkreisgemeinden Abstatt, Ilsfeld, Siegelsbach und Untergruppenbach teil. „Die Flüchtlingssituation war in diesem Jahr in allen Gemeinden das bestimmende Thema, das auch für mich als Politikerin sehr wichtig ist. Die Gemeinden und die ehrenamtlichen Helfer vor Ort leisten nun schon seit fast einem Jahr Unglaubliches. Dafür möchte ich mich bei jedem einzelnen bedanken. Es ist aber ebenso Aufgabe der Politik, die richtigen Weichenstellungen zu treffen, dass die Situation beherrschbar bleibt und die Kommunen und Ehrenamtlichen nicht überfordert werden. Wir müssen den Balanceakt zwischen rechtlicher und moralischer Verpflichtung zur Hilfe einerseits und unseren begrenzten Kapazitäten andererseits schaffen. Und es darf nicht sein, dass Dinge, die nicht gut laufen, verheimlicht werden. Fehlentwicklungen müssen offen benannt und angegangen werden, sonst verspielt die Politik das Vertrauen der Bürger“, so die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende in ihrem Grußwort. 
 
Auch die Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln schlugen sich in den Gesprächen und Reden nieder. Friedlinde Gurr-Hirsch, frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, machte deutlich, dass Gewalt gegen Frauen, egal von wem, keinen Platz in unserer Gesellschaft habe: „Wir müssen alles unternehmen, dass etwas derartiges nicht wieder geschieht. Dazu gehört die umfängliche Aufklärung und rechtliche Aufarbeitung der Vorkommnisse.“ Es könne nicht sein, dass Frauen für Übergriffe verantwortlich gemacht werden oder sich nun in ihrem Verhalten ändern sollten. Die Gleichberechtigung der Geschlechter sei eine hohe Errungenschaft unserer Gesellschaft, die verteidigt werden müsse. Falls sich bewahrheiten sollte, dass Asylbewerber unter den Angreifern waren, dürfe es keine falsche Scheu geben: „Wer als Schutzsuchender zu uns kommt und straffällig wird, hat sein Aufenthaltsrecht verwirkt“.
 
Um die Werte unserer Gesellschaft zu verteidigen, sei es jedoch immer wichtig, sie auch aktiv zu leben. Dies zeigten vor allem die vielen Ehrenamtlichen, die bei den Neujahrsempfängen der Gemeinden regelmäßig geehrt werden. In Ilsfeld übernahm Friedlinde Gurr-Hirsch beispielsweise die Ehrung der Blutspender, die seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten durch regelmäßige Spenden Leben retteten. „Der medizinische Fortschritt sorgt leider nicht dafür, dass wir weniger, sondern mehr Blutspenden brauchen. Glücklicherweise können dank der Blutspenden heute viel mehr Therapien angeboten werden. Leider kann aber das menschliche Blut nicht künstlich hergestellt werden, weshalb die Spenden wirklich lebensnotwendig sind“, berichtete die Politikerin. „Der demografische Wandel wirkt sich zusätzlich negativ auf die Zahl der Blutspender aus. Für jeden Dauerspender, der altersbedingt ausscheidet, bräuchten wir statistisch gesehen drei jüngere Spender. Vor dem Hintergrund, dass jeder dritte Bürger Blut spenden könnte und nur jeder dreißigste es auch tut, ist die Ehrung der regelmäßigen Spender ein wichtiges Signal für die gesamte Gesellschaft.“
 
Besonders freute sich die Abgeordnete auch über eine seit vielen Jahren bestehende Tradition in Siegelsbach, wo jede Familie eines Neugeborenen von der Gemeinde einen Streuobstbaumsetzling bekommt. Dieser kann entweder im eigenen Garten oder auf öffentlichen Grundstücken gepflanzt werden – so ist bereits eine richtige Streuobstallee entstanden. „Dass die Gemeinde die Tradition, für ein Neugeborenes einen Baum zu pflanzen, aufgreift, finde ich eine sehr gelungene Initiative. So sind die Kinder nicht nur symbolisch in ihrem Heimatort verwurzelt.“
 

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