Begehung der Zaberwiesen in Güglingen…

…mit der CDU-Abgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch und dem Leiter des Güglinger Bauamts

Als Teil ihres Sommerprogramms bot die CDU-Politikerin Friedlinde Gurr-Hirsch eine Begehung des Renaturierungsprojekts „Zaberwiesen“ in Güglingen an. Dort wurde im Zuge einer Flächenausgleichsverpflichtung eine ökologisch höchst wertvolle Aue angelegt. Dies beinhaltete die Renaturierung des Zaberlaufs und die Schaffung einer Feuchtwiese mit zukünftigem Auenwald. Den Kosten von ca. 300.000 EUR stehen die ökologische Aufwertung der Fläche und die Möglichkeit der Nutzung als „Naherholungsgebiet“ gegenüber. Des Weiteren konnte die Stadt Güglingen mit dieser Maßnahme ihre Ökopunktebilanz ausgleichen und sogar für zukünftige Projekte einige Punkte ansammeln. Trotz ihrer Anerkennung für das Projekt war es der Abgeordneten Gurr-Hirsch ein Anliegen, auch die Konsequenzen einer solchen Ausgleichsmaßnahme für die Landwirtschaft aufzuzeigen, denn ihres Erachtens verlieren die Landwirte nach derzeitigem Stand doppelt: „Die Landwirte verlieren nicht nur guten Boden durch die Ansiedlung von Gewerbe und durch Neubaugebiete. Auch die ökologischen Ausgleichsflächen gehen zu ihren Lasten“. Eine kritische Anmerkung kam auch vonseiten des Naturschutzes. Volker Dühring, Vorstandsmitglied des Naturschutzvereins Zaberfeld, merkte dazu an: „Weniger Bepflanzung hätte es auch getan. Vieles wächst durch Samenflug. In fünf Jahren kann man schon wieder teure Rodungsmaßnahmen machen“. Edwin Gohm stimmte ihm als Bauamtsleiter zu, aber auch er folge nur den Bestimmungen der Unteren Naturschutzbehörde. Für Friedlinde Gurr-Hirsch stand dennoch im Vordergrund, dass hier vorbildlich ein Stück europäische Gesetzgebung umgesetzt wurde.

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