Besuch bei der Hellbergschule in Eppingen

Friedlinde Gurr-Hirsch im Gespräch mit Rektor Günther Weigel

Die Eppinger Hellbergschule befindet sich derzeit im zweiten Jahr als Gemeinschaftsschule. Die Umstellung war eine große Herausforderung für das Lehrerkollegium, da man weder auf Materialien noch auf Konzepte zurückgreifen. Mit dem Ergebnis zeigen sich jedoch sowohl Lehrer als auch Eltern, Schüler und der Rektor zufrieden und spiegelt sich auch in der Anmeldesituation für die GMS wieder. Rektor Günther Weigel legt besonderen Wert auf ein hohes Anforderungsprofil und die Stärkung der Naturwissenschaften. Gleichzeitig betonte er die Vorteile der individuellen Lernförderung. „Die Schüler motivieren sich selbst und andere zu höheren Leistungen“, so Rektor Günther Weigel. An der Hellbergschule gibt es gebundenen Pflichtunterricht an vier Nachmittage in der Woche. Die Mittagsbetreuung übernehmen hierbei Jugendbegleiter, die in der Schulbücherei, im Fitnesszimmer oder im Internet-Café Ansprechpartner sind. Der Nachmittagsunterricht und die Arbeitsgemeinschaften liegen in der Verantwortung der Lehrer. Die individuelle Förderung erfordert viel Personal, was durch eine gute personelle Ausstattung der Schule kein Problem darstellt. Zu dieser individuellen Förderung gehört auch die Erleichterung des Berufseinstiegs durch Berufseinstiegsbegleiter und Berufserkundungstage. In dem Unterrichtsmodul „individuelles Arbeiten“ können Schüler in bestimmten Stunden der Woche unter Aufsicht zweier Lernbegleiter in Stillarbeit die vorgeschriebenen Aufgaben auf dem Niveau erledigen, das für sie selbst am geeignetsten ist. „Es freut mich zu sehen, wie motiviert die Kinder arbeiten“, so Frau Gurr-Hirsch. Jeder Schüler verfügt über einen eigenen Laptop, welcher von der Schule geliehen wird. Dies ist gerade sehr wichtig für die Medienerziehung: so lernen die Schüler schon früh den richtigen Umgang mit PowerPoint, Word & Co. Über den Unterricht hinaus können die Schüler sich zu Medienmentoren ausbilden lassen, sie lernen hierbei den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Internet und stehen anderen Schülern zur Hilfe zur Verfügung. Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch wohnte dem individuellen Arbeiten der Klassenstufe 6 bei. Sie stellte fest, dass die 405 Schüler der Gemeinschaftsschule einen großen Lehrerbedarf benötigen und die grün-rote Regierung wohl eingesehen habe, dass es nicht möglich ist, die 2011 angedrohte Einsparung von 11 600 Lehrerstellen zu vollziehen. KB

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