Die richtigen Weichen sind für die Zukunft der Pflege wichtiger denn je

Abgeordnete Gurr-Hirsch, Lasotta und Throm  MdL stellten Kleine Anfrage zur Situation der Pflegeeinrichtungen im Stadt- und Landkreis Heilbronn

„Jetzt aus den bereits gewonnen Erkenntnissen der Enquetekommission „Pflege“ sowie aus den vorliegenden Zahlen die richtigen Schlüsse zu ziehen und vor allem aktiv die richtigen Weichen zu stellen, entscheidet die Zukunft der immer älter werdenden Gesellschaft“, äußerten sich die CDU-Landtagabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch, Dr. Bernhard Lasotta und Alexander Throm am Mittwoch (1. Juli) gemeinsam in Heilbronn, nachdem die Beantwortung der gemeinsam gestellten kleinen Anfrage “Situation der Pflegeeinrichtungen im Stadt- und Landkreis Heilbronn“ vorlag.
Lasotta weiter: „Der sogenannte Demografische Wandel ist bereits in vollem Gange, wenn man die stetig steigenden Zahlen im Bereich der Leistungsempfängerinnen und –Empfänger betrachtet, die entweder stationär oder ambulant im Stadt- und Landkreis Heilbronn versorgt werden.“ Alexander Throm und Friedlinde Gurr-Hirsch ergänzen: “Während die Zahl der stationär versorgten Empfänger langsam aber stetig stiegt, lässt sich im Bereich der ambulanten  Pflege im Stadtkreis Heilbronn eine nahezu Versechsfachung  der Zahl der Pflegbedürftigen innerhalb der letzten zehn Jahre erkennen, während der Anstieg im Landkreis Heilbronn mit einer nahezu Verdopplung geringer ausfällt.“
Die drei Abgeordneten teilten mit, dass trotz guter schulischer Angebote im Pflegebereich im Stadt- und Landkreis Heilbronn demgegenüber der Zuwachs an qualifizierten Pflegekräften zu gering ausfällt, um der Herausforderung der steigenden Fallzahlen begegnen zu können.
„Die Einrichtung der Enquetekommission „Pflege“ war ein wichtiger und richtiger Schritt, der parteiübergreifend im Landtag mitgetragen wurde“, so die drei Abgeordneten.
„Es ist jedoch die Aufgabe des Sozialministeriums, die Ergebnisse der Anhörungen und Diskussionen schnell in konkrete Schritte umzuleiten, um den drängenden Problemen im Bereich der Pflege wie beispielsweise die Vernetzung der Angebote, die Finanzierung, die flächendeckende Versorgung mit Hausärzten auch im ländlichen Bereich sowie die dringende Fachkräftegewinnung federführend vorabzubringen“.
„Ein weiterer wichtiger Impuls, der direkt umzusetzen wäre, ist das Thema der sogenannten „kultursensiblen Pflege“. Dieses Thema sollte weiter verstärkt und fest in den Ausbildungsinhalten der Altenpfleger und Altenpflegerhelfern verankert werden, um den speziellen Bedürfnissen älterer Menschen mit Migrationshintergrund, die ebenfalls immer mehr auf pflegerische Betreuung angewiesen sind, gerecht werden zu können“, schloss Lasotta die Ausführungen der drei Landtagsabgeordneten.

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