Parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion

Viele junge Menschen aus Baden-Württemberg nehmen sich nach dem Schulabschluss eine Auszeit im Ausland. Es gibt viele verschiedene Programme, die Jugendlichen die Möglichkeit für längerfristige Aufenthalte im Ausland geben. Anlässlich dieser Vielfalt stellten Abgeordnete der CDU-Fraktion einen Antrag im Landtag. Zu der Entscheidung eine Auszeit im Ausland zu nehmen gehört viel Mut und Vertrauen, wobei der damit einhergehende Erfahrungsschatz in der Regel sehr reich ist. Wie sich die Anzahl der jungen Auszeitnehmerinnen und -nehmer in den letzten Jahren entwickelt hat, aus welchen Motiven sie sich eine Auszeit nehmen, welche Kompetenzen und Erfahrungen sie dabei machen und wie die Landesregierung eine Auszeit im Ausland bewertet und unterstützt, wurde mit diesem Antrag erfragt.
 
Bei den Jugendlichen sind der Freiwilligendienst, Au-Pair und Work & Travel die beliebtesten Formen des Aufenthalts. Der Aufenthalt im Ausland trägt essentiell zum Erwerb grundlegender Schlüsselkompetenzen wie Wissen und Fähigkeiten als auch zum interkulturellen Verständnis, zur Toleranz und zu kritischem Denken bei. „Diese Kompetenzen sind ein Gewinn für den Arbeitsmarkt, den sozialen Zusammenhalt und den aktiven Bürgersinn. Sie bringen Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Zufriedenheit und Motivation“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.
 
Es gibt keine Statistiken, die die Anzahl von Jugendlichen aus Baden-Württemberg, welche sich für einen Auslandsaufenthalt entscheiden, erfassen. Lediglich konnte das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Daten einer Umfrage liefern, die befragt hatte, ob Jugendliche nach ihrem Schulabschluss vorhaben ins Ausland zu gehen. Die Programmvielfalt und die daraus resultierenden sehr unterschiedlichen Reiseziele und -dauer erschwerten die Auskunft des Ministeriums. Insgesamt konnte das Ministerium leider nur sehr wenige Fragen des Antrags beantworten.

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