Arbeitskreis Integration der CDU-Fraktion Baden-Württemberg

Besuch des Flüchtlingsprojekts "Heimat geben" und der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Meßstetten

Der Arbeitskreis Integration der CDU Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, unterschiedliche integrationspolitische Themen und Fragestellungen zu ergründen. Um sich eine genaues Bild der Situation der Flüchtlinge zu machen, besuchte der Arbeitskreis  Integration der CDU-Fraktion bei einer Vor Ort-Aktion zwei Einrichtungen, die im Zollernalbkreis ihren Beitrag für die Betreuung der Flüchtlinge leisten. Zuerst stand ein Besuch des Flüchtlingsprojekts „Heimat geben“ in Attenweiler-Oggelsbeuren an. Pater Alfred Tönnis OMI und seine Stiftung Heimat geben haben in ihren Gebäuden rund 50 Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Gemeinsam mit seinem jungen, engagierten Team und zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bietet Pater Tönnis den Flüchtlingen viele Förderungsmöglichkeiten, um ihnen das Leben in der Zeit nach ihrem sechsmonatigen Aufenthalt bei ihm zu erleichtern. Es gibt Deutschnachhilfe für Erwachsene, eine Kinderbetreuung und die Schulkinder sind zweimal in der Woche im Unterricht einer Regelklasse. Auch viele Freizeitaktivitäten sind dort zu nutzen. „Probleme entstehen meist mit den schwer traumatisierten Flüchtlingen“, erklärte Linda Sieber, die dort ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Das Fehlen an passendem Fachpersonal zu deren Betreuung wurde bemängelt. „Wir erleben hier, dass die Religion kein Problem darstellt“, erklärte Pater Tönnis den Mitgliedern des Arbeitskreises. Die größte Hürde sei die Sprachbarriere.
 
Anschließend besuchten die Abgeordneten die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Meßstetten. Hier werden seit Oktober 2014 auf dem alten Gelände der Zollernalbkaserne rund 1000 Flüchtlinge untergebracht. Der Leiter Frank Maier führte die Mitglieder des Ausschusses in derselben Reihenfolge durch die Gebäude wie sie auch die Flüchtlinge durchstreifen müssen. Vom Welcome-Center über das Gesundheitszentrum, der Kinderbetreuung mit der großen Kleiderkammer und dem Besuch des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge vor Ort, beeindruckte die LEA mit ihrem gepflegten Gelände und dem Engagement, das alle Mitarbeiter beweisen. Abschließend wurde das Ehrenamtsprojekt „Offenes Café“ besucht. Dort können die Flüchtlinge beispielsweise die Kegelbahn nutzen oder sich beim Stricken ausprobieren. Auch für das leibliche Wohl aller Besucher ist gesorgt. Ehrenamtliche verkaufen Kuchen und Kaffee zu sehr kleinen Preisen. „Nicht zuletzt deshalb nimmt das bürgerschaftliche Engagement in Baden-Württemberg eine so herausragende Stellung im Vergleich der Bundesländer ein. Mit einem Anteil von 42 Prozent Ehrenamtlichen liegen wir an der Spitze“, konstatierte Friedlinde Gurr-Hirsch.

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