Informationsabend zum Einbruchsschutz

„Ein Einbruch in die eigene Wohnung ist für viele Menschen ein großer Schock. Die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühlt oder andere schwerwiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, machen den Betroffenen dabei oft mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden“, betonte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch bei dem gemeinsamen Informationsabend zum Einbruchsschutz mit dem CDU-Gemeindeverband Abstatt-Happenbach. Polizeikommissar Klaus Zeberer, Experte im Bereich Prävention und Einbruchsschutz, referierte zu diesem Thema.
 
Das Interesse der Bürger war sehr groß. Zahlreiche Besucher wurden in der Wildeckhalle in Abstatt begrüßt. In den letzten Jahren hat die Zahl der Wohnungseinbrüche im Landkreis Heilbronn stark zugenommen. „Die erneute Zunahme bei den Einbruchsdelikten ist alarmierend. Der Landesregierung ist es noch nicht gelungen, hiergegen ein schlüssiges und wirksames Gesamtkonzept vorzulegen. Offensichtlich fühlen sich hauptsächlich ausländische Einbrecher in Baden-Württemberg im Moment noch zu sicher. Neben einer Verstärkung der Bestreifung gefährdeter Wohngebiete fordern wir daher auch verstärkte Polizeikontrollen entlang der Verkehrsachsen in Baden-Württemberg und einen Fahndungsschwerpunkt entlang der Grenzen zu Frankreich, Österreich und der EU-Außengrenze zur Schweiz. Ziel muss es sein, die Reiserouten der Einbrecher zu stören und diese dingfest zu machen“, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Zahl um 90 Prozent. Die Aufklärungsquote dieser Delikte liegt jedoch nur bei 3,7 Prozent, weshalb es umso wichtiger ist, dass die Bürger wissen wie sie sich schützen können.
 
Da die Einbrecher meistens über Terrassentüren und Fenster ins Haus kommen, befürwortete der Fachmann die nachträgliche Anbringung von Pilzkopfverriegelungen. „Die Kriminellen benötigen nur einen einfachen großen Schraubenzieher, um ein Fenster auszuhebeln, deshalb sind mechanische Sicherungen wirkungsvoll“, hob Klaus Zeberer hervor. Friedlinde Gurr-Hirsch empfiehlt allen interessierten Bürgerinnen und Bürger, die nicht zur Veranstaltung kommen konnten, sich bei der neuen Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in der Bahnhofstraße 35 in Heilbronner zu informieren.   

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