Öffentlicher Personennahverkehr zwischen Neckarbischofsheim und Bad Rappenau

Parlamentarische Anfrage von Friedlinde Gurr-Hirsch MdL und Elke Brunnemer MdL

Bislang besteht keine direkte Busverbindung zwischen Neckarbischofsheim und Bad Rappenau. Die aus Neckarbischofsheim kommenden Busse kehren in Untergimpern um, dasselbe geschieht im drei Kilometer entfernten Obergimpern jenseits der Kreisgrenze. Dazwischen liegt eine Nahverkehrszone ohne kreisübergreifende Verbindung. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Fahrzeiten. „Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Neckarbischofsheim nach Bad Rappenau kommen will, muss dafür aufgrund von notwendigen Umstiegen und Wartzeiten knapp zwei Stunden einplanen, während die Strecke mit dem Auto in rund 15 Minuten zu bewältigen ist“, betonten die beiden Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch und Elke Brunnemer anlässlich der Beantwortung ihrer parlamentarischen Anfrage zur Vernetzung im öffentlichen Personennahverkehr zwischen dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Landkreis Heilbronn. Dies sei den Fahrgästen zeitlich nicht zumutbar.
 
Zu einer Verbesserung der Vernetzung der beiden Landkreise trägt derzeit insbesondere die Stadtbahn Heilbronn Nord bei. „Dadurch bestehen umsteigefreie Verbindungen von Mosbach-Neckarelz nach Heilbronn. Der Region Neckarbischofsheim-Bad Rappenau hilft das allerdings nicht“, konstatierten die Landtagsabgeordneten, die sich für eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs einsetzen.
 
Zu einer durchlässigeren Kreisgrenze könnte mittel- bis langfristig auch die Krebsbachtalbahn beitragen. Bislang fährt diese allerdings nur an ausgewählten Tagen. Da weder von kommunaler Seite noch von Seiten des Landes Überlegungen zu einer Reaktivierung eines regelmäßigen Schienenpersonennahverkehrs bestehen, kann die Krebsbachtalbahn kurzfristig nur unwesentlich zu einer Verbesserung der Situation beitragen“, so Gurr-Hirsch und Brunnemer.
 
MK

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