Vor Ort in der "Alten Universität" in Eppingen

Eppinger Geschichte(n) vom Mittelalter bis zur Neuzeit standen im Mittelpunkt einer sehr lehrreichen und unterhaltsamen Führung durch die „Alte Universität“. Dabei gelang es Birgit Tuischer durch ihre einzigartige Erzählkunst, das Interesse der Besucher für Geschichtliches und Naturräumliches zu wecken und das Eppinger Stadt- und Fachwerkmuseum lebendig zu machen. Die im Jahre 1494/95 erbaute „Alte Universität“ ist das größte und höchste Fachwerkhaus in Eppingen. Zeitweise war darin eine Außenstelle der Universität Heidelberg untergebracht. Heute dient das Gebäude insbesondere dazu, die Geschichte vom frühen Holzbau bis zum eindrucksvollen Fachwerkbau zu vermitteln. Darüber hinaus werden das Landleben im Kraichgau, der Umgang mit Hopfen und Malz sowie die Feuerwehrgeschichte und die „Eppinger Linie“ dargestellt.
 
Friedlinde Gurr-Hirsch ist der Fortbestand kleiner Museen in ländlichen Regionen ein wichtiges Anliegen. „Sie stärken den ländlichen Raum und tragen dazu bei, unsere Erinnerungskultur zu bewahren“, betonte die Landtagsabgeordnete, die sich für eine umfangreiche und abwechslungsreiche Museumskultur in ganz Baden-Württemberg einsetzt. „Wir wollen nicht nur einzelne Leuchtturmprojekte, sondern auch ansprechende Kulturangebote in der Fläche“, so die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende. „Hierfür ist die „Alte Universität“ ein Musterbeispiel.
 
Entscheidend für den dauerhaften Erfolg der musealen Einrichtungen im ländlichen Raum ist deren langfristige Attraktivität. Den Verantwortlichen in Eppingen gelingt dies. „Durch die Kombinationen aus vielfältigen Ausstellungen und innovativen Kulturveranstaltungen macht die „Alte Universität“ immer wieder in ganz besonderer Weise auf sich aufmerksam“, lobte Friedlinde Gurr-Hirsch abschließend.  
 
MK

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