15. Neujahrsempfang der CDU-Lauffen mit Roderich Kiesewetter MdB

Bei strahlendem Sonnenschein zog es am Dreikönigstag zum traditionellen 15. Neujahrsempfang der CDU-Lauffen mehr als 80 Gäste in die Räumlichkeiten der Joh. Vögele KG. Hauptredner war der Bundestagsabgeordnete und Außenpolitiker Roderich Kiesewetter. Er ging vor allem auf die zahlreichen weltweiten Krisenherde und ihre Bedeutung für Deutschland ein. Seiner Meinung nach sind die schwierige Situation in der Ostukraine, die Lage in Afrika sowie der unsichere Nahe Osten mit den Kriegen in Syrien und Irak, der ungelösten Palästinafrage sowie dem nach Atomwaffen strebenden Iran die größten Herausforderungen der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. „Die Welt wird zunehmend instabil und vor dem Hintergrund der damit einhergehenden Flüchtlingswellen müssen wir uns international positionieren“, forderte der Verteidigungsexperte. Er setzt sich seit mehreren Jahren für eine sicherheitspolitische Strategie Deutschlands ein, die unsere Interessen und Aufgaben definiert sowie Instrumente und für uns relevante Zielregionen benennt. Dazu zählt laut Kiesewetter insbesondere Afrika. „Wir brauchen eine Außenpolitik, die die schnell wachsende afrikanische Bevölkerung in den Mittelpunkt stellt und der Entwicklungszusammenarbeit eine größere Bedeutung beimisst. Die Bundesrepublik wird als starke Wirtschaftsnation und Vermittler weltweit sehr geschätzt. Dies müssen wir nutzen, um unserer Verantwortung für eine friedliche Welt gerecht zu werden“, konstatierte Roderich Kiesewetter in seinem Vortrag.
 
Darüber hinaus hielten Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger, Geschäftsführer Bertram Vögele und Friedlinde Gurr-Hirsch je ein kurzes Grußwort. Neben der Bedeutung mittelständischer Unternehmen und deren bürokratischer Probleme stand dabei hauptsächlich die Bildungspolitik im Mittelpunkt. „Lauffen ist der wichtigste Bildungsstandort in meinem Wahlkreis und landesweit ein hervorragendes Beispiel für gute kommunale Schulpolitik“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch. Dies habe mittlerweile auch die grün-rote Landesregierung eingesehen, was daran zu erkennen sei, dass sie sich gegenüber der Lauffener Vision einer Realschule mit bilingualem Zug und integrierter Werkrealschule zunehmend öffne. „Dennoch machen sich viele Lehrer und Eltern große Sorgen um die Qualität unserer Bildung. Derzeit ist eine Nivellierung nach unten festzustellen und die Realschulen, die das Rückgrat unserer erfolgreichen Schullandschaft in Baden-Württemberg sind, werden gegenüber den Gemeinschaftsschulen nach wie vor benachteiligt“, hob die Landtagsabgeordnete hervor. Die ehemalige Realschullehrerin und Mutter einer Realschullehrerin setzt sich mit aller Kraft für den erfolgreichen Fortbestand dieser bewährten Schulart ein.
 
Der Vorsitzende der CDU-Lauffen, Frank Braun, freute sich über dieses großartige Engagement und dankte der CDU-Politikerin und dem ebenfalls anwesenden Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger für ihre ständige Ansprechbarkeit. Sein größter Dank galt Eberhard Kraus. Er begründete im Jahr 2001 die stets sehr gut besuchten Lauffener Neujahrsempfänge, bei denen immer Spitzenpolitiker und aktuelle interessante Themen im Mittelpunkt stehen . „Dies kann keine andere politische Kraft den Bürgerinnen und Bürgern bieten“, lobte Friedlinde Gurr-Hirsch die örtliche CDU, die bei der Kommunalwahl im letzten Jahr erneut die meisten Sitze im Lauffener Stadtrat erringen konnte.
 
Im Anschluss an die kurzweiligen Reden führten Erich und Bertram Vögele die Gäste durch die Betriebsräume der Joh. Vögele KG und informierten sie darüber, dass das Familienunternehmen mehr als 6.500 Kompositionen in den Bereichen Ätherische Öle, Parfümöle und Aromen für seine Kunden bereithält. „Der topmoderne mittelständische Betrieb liefert seine Produkte an über 3.500 Abnehmer aus vielerlei Branchen und ist eine Vorzeigefirma in meinem Wahlkreis“, so Gurr-Hirsch abschließend.
 
MK

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