Kleine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten

„Öffentliche Verkehrsmittel müssen nicht nur sicher, sondern auch serviceorientiert und bezahlbar sein. Dazu tragen insbesondere einfache und kundenfreundliche ÖPNV-Tarife bei“, betonte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage zur Reduzierung der unübersichtlichen Tarifvielfalt in Baden-Württemberg. Dies sei der grün-roten Landesregierung bislang nicht gelungen. „Der bereits im Koalitionsvertrag von Grün-Rot im Jahr 2011 angekündigt Landestarif ist noch immer nicht ersichtlich“, so Gurr-Hirsch. Verkehrsminister Winfried Hermann habe in der Beantwortung ihrer parlamentarischen Anfrage wieder einmal vor allem auf Maßnahmen in der Zukunft verwiesen.  
 
Daher benötigen Fahrgäste aus dem Zabergäu, die zur Arbeit nach Stuttgart müssen, auch weiterhin zunächst ein HNV-Ticket für die Fahrt bis Kirchheim/Neckar und von dort ein VVS-Ticket für die Weiterfahrt in Richtung Stuttgart. „Die hier befindliche Verbundgrenze bewirkt, dass derzeit viele Pendlerinnen und Pendler aus dem Zabergäu mit dem Auto nach Kirchheim/Neckar fahren, um kein zweites Ticket bezahlen zu müssen“, hob die CDU-Politikerin hervor. Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sei dies ein Ärgernis, zumal aus dem Zabergäu täglich nahezu 30 Busse den Bahnhof Lauffen/Necker anführen. „Eine attraktive vertragliche Lösung zwischen den landesweit 22 Verkehrsverbünden und eine Reduzierung der unübersichtlichen Tarifvielfalt würde die Akzeptanz des Schienenpersonennahverkehrs deutlich steigern und den Individualverkehr entlasten“, konstatierte die Landtagsabgeordnete abschließend.
 
MK

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