Friedlinde Gurr-Hirsch vor Ort im Rathaus Kirchardt

Im Rahmen ihrer regelmäßigen Vor-Ort-Gespräche mit Bürgermeistern in ihrem Wahlkreis besuchte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch Ende November den Kirchardter Verwaltungschef Rudi Kübler. Dabei ging es zunächst um die aktuelle Schulentwicklung. Die Gemeinde hätte sehr gerne die bestehende gut ausgestattete Grund- und Werkrealschule zu einer Gemeinschaftsschule weiterentwickelt und so den Standort der weiterführenden Schule langfristig gesichert. Diese Chance wurde der Kommune allerdings in einem Verwaltungsgerichtsurteil aufgrund einer zu geringen Schüleranzahl abgesprochen. „In der Folge ist davon auszugehen, dass es mittelfristig in Kirchardt nur noch eine Grundschule geben wird“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
Ein weiteres Thema war die Zukunft des Rathausgebäudes. Dieses wurde bereits im Jahre 1965 gebaut und entspricht bei weitem nicht mehr den heutigen Anforderungen. Da im bestehenden Schulzentrum Räumlichkeiten frei werden, wird derzeit darüber diskutiert, dieses zusammen mit der Festhalle und neuen Räumen für die Verwaltung zu einem modernen Bürgerzentrum mit Rathaus weiterzuentwickeln. „Diese Lösung hat viel Charme, da sich dadurch zahlreiche Synergieeffekte erzielen lassen. Ich bin sehr gespannt, wie der Meinungsbildungsprozess weiter verläuft“, so Gurr-Hirsch.
 
Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, einen Rathausneubau im Rahmen des Landessanierungsprogramms zu realisieren. Die Kraichgaugemeinde stellte vor wenigen Wochen beim Regierungspräsidium Stuttgart einen Antrag zur Aufnahme der Ortsmitte in das entsprechende Landesprogramm. Im Falle einer Zusage könnten nicht nur das Rathaus und die Schule, sondern auch die Weiterentwicklung zahlreicher weitere Gebäude und Flächen in einem 7,7 Hektar großen Gebiet im Ortszentrum bezuschusst werden. „Bei einer Aufnahme ins Landessanierungsprogramm übernimmt das Land 60 Prozent der Kosten der Sanierungsmaßnahmen“, konstatierte die Landtagsabgeordnete. „Damit könnten auch die derzeit vorhandenen Leerstände in der Kirchardter Ortsmitte einer neuen Nutzung zugeführt werden.“
 
Bürgermeister Rudi Kübler betonte im Rahmen des Austauschgesprächs, dass Kirchardt über die jüngste Einwohnerschaft im Landkreis Heilbronn verfügt. Dies liege insbesondere an den kinderreichen Familien der großen aramäischen Bevölkerungsgruppe. „Sie als Zugezogene in die Dorfgemeinschaft zu integrieren, ist nach wie vor eine zentrale Herausforderung der Kommune. Es gilt die Identität von Kirchardt entlang von Vereinsaktivitäten fortzuentwickeln“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.  
 
MK

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