Gedenkveranstaltung des Landtags

Anlässlich des 25. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer

Am 9. November 1989 öffnete sich der Eiserne Vorhang und die Berliner Mauer als Symbol der Unfreiheit und Unterdrückung verlor ihre Bestimmung. „Ohne den Aufstand der Menschen in der damaligen DDR wäre das nicht möglich gewesen. Der lange Atem der Opposition war stärker als der lange Atem der Stasi“, betonte der frühere DDR-Bürgerrechtler und ehemalige Europaabgeordnete Werner Schulz im Rahmen der Gedenkveranstaltung des Landtags anlässlich des 25. Jahrestages der Grenzöffnung.
 
In seinem Festvortrag, in dem Schulz viele persönliche Erlebnisse einfließen ließ, hob er die Entschlossenheit der DDR-Bürger hervor, die die Übermacht der Staatsorgane in Ohnmacht verwandelten und dem SED-Regime ein gewaltfreies Ende bereiteten. „Werner Schulz ist eine unverwechselbare und starke Persönlichkeit. Durch seine Schilderungen konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer die Situation von vor 25 Jahren nachempfinden. Er hat einen authentischen Eindruck vermittelt von jenem Geist, der sich 1989 in der damaligen DDR gleichermaßen in einem Höchstmaß an Zivilcourage wie in einem durch nichts zu frustrierenden Durchhaltewillen äußerte“, lobte die Landtagsabgeordnete und stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Friedlinde Gurr-Hirsch den Vortragenden. Es sei eine der besten Reden gewesen, die sie in ihrer langjährigen politischen Laufbahn gehört habe.  
 
Landtagspräsident Guido Wolf betonte in seiner Rede, dass Ruhe nicht die erste Bürgerpflicht sei. Die friedliche Revolution in der DDR und der Fall der Berliner Mauer sind seinen Aussagen zufolge eine Aufforderung an alle Bürger, sich nicht nur als Nutznießer, sondern als Träger der Freiheit, Demokratie und des Rechtsstaats zu verstehen. „Wir müssen auch heute tagtäglich für die Demokratie einstehen und die Bedrohungen des friedlichen Zusammenlebens in unserem demokratischen und sozialen Rechtsstaat bekämpfen“, so Gurr-Hirsch abschließend.
 
MK
 

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