Friedlinde Gurr-Hirsch in Untersuchungsausschuss NSU berufen

Auch im Stuttgarter Landtag wird ein Untersuchungsausschuss die Vorgänge um den rechtsterroristischen „Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU)“ beleuchten. Die Untergruppenbacher Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch ist eine von elf Mitgliedern. 
 
Rund drei Jahre nach dem Auffliegen des rechtsterroristischen NSU hat der baden-württembergische Landtag einen Untersuchungsausschuss zur Aufarbeitung der Umtriebe der Gruppierung beschlossen. Die Abgeordneten stimmten einstimmig für den gemeinsamen Einsetzungsbeschluss. Das Gremium soll die Kontakte und Aktivitäten des NSU in Baden-Württemberg und insbesondere die Ermordung der Polizistin Michele Kiesewetter 2007 in Heilbronn beleuchten. Ergebnisse sollen im Herbst 2015 vorliegen.
 
Den Rechtsterroristen des NSU werden im Zeitraum von 2000 bis 2007 zehn Morde an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft sowie an der Polizistin Michele Kiesewetter zugerechnet. Die Behörden hatten auch im Südwesten jahrelang nicht erkannt, dass Rechtsterroristen am Werk waren. „Jetzt muss alles dafür getan werden, um so viel Licht wie möglich in das NSU-Thema zu bringen. So etwas darf sich nie mehr wiederholen“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
MK

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