Schulbesuch von Friedlinde Gurr-Hirsch

An den beruflichen Schulen werden im laufenden Schuljahr landesweit knapp 360.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die Christiane-Herzog-Schule in Heilbronn-Böckingen ist eine dieser anerkannten Bildungseinrichtungen. Sie bietet sowohl Schülern des Landkreises Heilbronn als auch Auszubildenden im Bereich Agrarwirtschaft ein vielfältiges Ausbildungs- und Bildungsangebot“, betonte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen eines Austauschgespräch mit dem Schulleiter, Oberstudiendirektor Klaus Ulbrich.
 
Derzeit besuchen rund 1.400 Schülerinnen und Schüler Böckinger Bildungseinrichtung. Dabei stieg in den letzten Jahren die Anzahl derjenigen, die einen Vollzeitbildungsgang absolvieren. Laut Oberstudiendirektor Klaus Ulbrich sind dies an der Christiane-Herzog-Schule aktuell rund 1.000 Jugendliche. Immer mehr Auszubildende wollen Gärtnerin oder Gärtner werden, wohingegen das Interesse am Beruf des Winzers derzeit leider abnimmt. 
 
Sorge bereitet dem Schulleiter, dass die beruflichen Gymnasien mittelfristig an Attraktivität verlieren. Durch die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung besuchen viele Schülerinnen und Schüler, die früher zunächst auf eine Realschule gegangen wären und danach ihr Abitur an einem beruflichen Gymnasium gemacht hätten, gleich nach der Grundschule ein Gymnasium. Diesem Trend wirkt Oberstudiendirektor Klaus Ulbrich durch attraktive Bildungsangebote entgegen. „Die Christiane-Herzog-Schule verfügt mit demBiotechnologischen Gymnasium, dem Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium und dem Sozialwissenschaftlichen Gymnasium über drei anerkannte und stark nachgefragte gymnasiale Ausbildungsgänge“, lobte die Landtagsabgeordnete das Konzept der Böckinger Schule.
 
Dass im Südwesten rund 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler an den beruflichen Gymnasien die Hochschulreife erlangen, ist ein zentrales Aushängeschild der baden-württembergischen Bildungspolitik. Das duale System ist äußerst erfolgreich. So gibt es in Deutschland seit über 140 Jahren Berufsschulen und das internationale Interesse an der Kombination von theoretischer Ausbildung mit der Praxis im Beruf ist groß.
 
MK

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