Informationsbesuch bei "Gartenfrisch Jung"

CDU-Abgeordnete vor Ort in Jagsthausen

Auf Initiative der stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Friedlinde Gurr-Hirsch besuchten die Landtagsabgeordneten Paul Locherer, Klaus Burger und Arnulf von Eyb gemeinsam mit Friedlinde Gurr-Hirsch die Firma „Gartenfrisch Jung“ in Jagsthausen. Das seit 1795 bestehende Familienunternehmen ist seit vielen Jahren insbesondere im BereichFrische-Convenience tätig. Gartenfrisch Jung produziert vorwiegend verzehrfertige Salatmischungen und liefert diese über ein eigenes bundesweit agierendes Vertriebs-, Vermarktungs- und Logistikunternehmen direkt an den Lebensmitteleinzelhandel. Mit 750 Mitarbeitern und 500 Hektar Anbaufläche zählt das Unternehmen zu den größten Agrarproduzenten Baden-Württembergs. „Die Nachfrage nach regional erzeugtem Salat und Gemüse von Gartenfrisch Jung ist in den letzten Jahren stark gestiegen“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor. Allerdings werde der Wert regionaler Produkte ihrer Meinung nach von vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern nur unzureichend gewürdigt. „Die Bürgerinnen und Bürger sollten sich über die Herkunft ihrer Lebensmittel mehr Gedanken machen und diese bewusster konsumieren“, konstatierte die Landtagsabgeordnete.
 
Eine große Herausforderung sehen die Verantwortlichen des Unternehmens in der konkreten Umsetzung des Mindestlohns. Die Neuregelung geht nicht nur mit höheren Lohnkosten einher, sondern verursacht darüber hinaus einen erheblichen bürokratischen Mehraufwand. „Daher fordern wir eine praxisnahe Ausgestaltung des Mindestlohns, wobei auch die Anrechnung der Übernahme von Verpflegung und Unterkunft für Saison-Arbeitskräfte geregelt werden muss“, so der Vorsitzende des CDU-Arbeitskreises Ländlicher Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Paul Locherer MdL.
 
Ein weiteres Thema war die aktuelle Preisentwicklung am Markt. Wegen der hohen Erntemengen bei Obst und Gemüse in Europa sowie dem Russland-Embargo muss damit gerechnet werden, dass günstige Ware aus Osteuropa verstärkt in Konkurrenz zu regionaler Qualitätsware tritt. „Damit die Belastungen für die heimische Landwirtschaft mit ihrer nachgelagerten Wertschöpfung nicht zu groß werden, muss diese bestmöglich unterstützt werden. Wir drängen darauf, dass den betroffenen Betrieben seitens der Landesregierung geholfen wird“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch, die zu den Auswirkungen der Handelsbeschränkungen zwischen der Russischen Föderation und der Europäischen Union auf Baden-Württemberg erst vor kurzem eine parlamentarische Anfrage an die Landesregierung stellte.
 
MK

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