Gespräch mit Polizeipräsident Hartmut Grasmück

Vor-Ort-Termin von Friedlinde Gurr-Hirsch MdL und Alexander Throm MdL

Um sich vor Ort ein Bild von der Umsetzung der Polizeistrukturreform zu machen, besuchten die beiden Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch und Alexander Throm das Heilbronner Polizeipräsidium. Dabei wurde im Gespräch mit dem Polizeipräsidenten Hartmut Grasmück und der Leitungsrunde des Präsidiums deutlich, dass insbesondere die Kriminalpolizei des Präsidiums Heilbronn über eine enge Stellenausstattung verfügt. Diese liegt beim Anteil an der Gesamtmitarbeiterzahl landesweit am unteren Ende, obwohl das Präsidium die größte Fläche hat. „Das Heilbronner Präsidium ist für die Sicherheit von mehr als 820.000 Einwohnern verantwortlich und die Fläche des Zuständigkeitsbereichs ist größer als das Saarland. Dafür muss die Landesregierung entsprechend Personal zur Verfügung stellen“, fordern Friedlinde Gurr-Hirsch und Alexander Throm. Bürgernähe und Verlässlichkeit müsse auch in Zukunft ein Markenzeichen der Polizei in der Region sein.
 
Polizeipräsident Hartmut Grasmück zeigte sich mit dem Gesamtergebnis der Polizeistrukturreform zufrieden, wünscht sich allerdings eine aussagekräftige Evaluation sowie eine personelle Nachsteuerung. Dies hat auch damit zu tun, dass sich die Autobahnzuständigkeit um rund 33 km erhöht hat und damit bei der Verkehrspolizei mehr Personal benötigt wird.
 
Darüber hinaus stand die zunehmende Anzahl an Wohnungseinbrüchen im Mittelpunkt des Gedankenaustauschs. In der eigenen Wohnung ist das Gefühl für Sicherheit am deutlichsten ausgeprägt. Wenn hier eingebrochen wird, ist das für die Betroffenen in der Regel ein großer Schock. Den Menschen machen dabei vor allem die Verletzung der Privatsphäre und die ständige Sorge vor einer Wiederholungstat zu schaffen. „Deshalb muss die Landesregierung umfangreiche Maßnahmen ergreifen, um die Bürgerinnen und Bürger besser vor Einbrechern zu schützen. Dazu zählen beispielsweise groß angelegte Kontrollen an den Brennpunkten in der Nähe von Bundesautobahnen sowie zusätzliche Präventionsstreifen“, so Gurr-Hirsch und Throm.
 
MK

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