Ausstellung zu neuen Wohnformen eröffnet

Auf Initiative der Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch ist in der Kreissparkasse in Eppingen in den nächsten Wochen die Wanderausstellung „So wollen wir wohnen“ zu sehen. Die Ausstellung der landesweiten Initiative 2011/2012 der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen und der Ministerien des Landes Baden-Württemberg thematisiert ausgezeichnete Wohnkonzepte im Bestand, im Neubau und im Projektstadium, die über einen ganzheitlichen Ansatz einen Beitrag zur Zukunftssicherung der Kommunen leisten. „Die vorgestellten Ansätze sind Antworten auf die Frage, wie der demographische und gesellschaftliche Wandel die Wohnungsnachfrage beeinflusst“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen der Ausstellungseröffnung. Dies geschehe unter den Bedingungen der Nachhaltigkeit und des sozialen Zusammenlebens.
 
Laut Friedlinde Gurr-Hirsch wendet sich die Ausstellung primär an Kommunalpolitiker, die sich über alternative Wohnformen und die bessere Nutzung innerörtlicher Wohnpotentiale Gedanken machen. „Sie soll einen Bürgerbeteiligungsprozess anstoßen, der neue Formen des Zusammenlebens zum Ziel hat. Die soziale Inklusion muss auch im Wohnbereich gelingen“, so die CDU-Politikerin.
 
Die Wohnungsnachfrage hat sich in den letzten 50 Jahren stark verändert. So ist es derzeit häufig der Fall, dass der Wohnraum, der nach dem Zweiten Weltkrieg einer vierköpfigen Familie zur Verfügung stand, mittlerweile eine einzelne Person in Anspruch nimmt. „Für viele der in den 60er und 70er Jahre gebauten großen Häuser im ländlichen Raum finden sich heute keine Käufer, da die jüngere Generation sich oft nicht zum „Sklaven ihres Eigentums“ machen will und andere Ziele und Vorstellungen hat, als viel Zeit und Mühe in die Pflege des eigenen Hauses zu stecken. „Sie wünschen sich vielmehr kleinere Wohneinheiten in den städtischen Ballungszentren“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor. Deshalb seien Veranstaltungen wie diese, die vor Ort ein Bewusstsein für den gesellschaftlichen Wandel schaffen und damit einen Impuls an die Entscheidungsträger senden, sehr wichtig, um eine breite Thematisierung neuer Wohnformen zu erzeugen.
 
MK

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