Parlamentarische Anfrage zum neuen EU-Programm

Die Rolle der Kultur- und Kreativwirtschaft wird im 21. Jahrhundert immer wichtiger. Aufgrund des vergleichsweise hohen Lohnniveaus bieten sich diesem Wirtschaftszweig insbesondere in der Europäischen Union hervorragende Entwicklungschancen. „In Baden-Württemberg, wo die Kultur- und Kreativwirtschaft eine jahrzehntelange Tradition hat, sind in dieser Branche bereits heute mehr als 30.000 Unternehmen mit etwa 200.000 Beschäftigten tätig“, betonte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich der Beantwortung ihrer parlamentarischen Anfrage zum neuen EU-Programm „Creative Europe“. Dieses soll dazu beitragen, den kreativen Sektor in Europa zu stärken und die für diesen Bereich zur Verfügung stehenden europäischen Fördergelder zu bündeln.
 
„Damit die Kreativen und Kulturschaffenden in Baden-Württemberg das neu strukturierte Förderprogramm besser verstehen und nutzen können, muss die Landesregierung über die Inhalte und Förderkriterien des EU-Programms ausreichend informieren“, forderte die CDU-Politikerin. Ziel müsse es sein, insbesondere die kleinen und mittleren kulturellen und kreativen Unternehmen im Land zu unterstützen und ihnen beispielsweise den Zugang zu Krediten zu erleichtern. „Dann wird dieses EU-Programm unsere reiche Kultur- und Kreativbranche in die Lage versetzen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die baden-württembergische Wirtschaftsleistung zu steigern“, so Gurr-Hirsch, die auch Mitglied im Landtagsausschuss für „Europa und Internationales“ ist.
 
Aus der parlamentarischen Anfrage ist zu entnehmen, dass das Programm „Creative Europe“ die transnationale Zusammenarbeit von Kreativen und Kulturschaffenden, die EU-weite Zirkulation von Werken und Akteuren und damit auch die Erschließung neuer zahlungskräftiger Publikumsschichten befördert. „Dies stärkt die europäische Identität und trägt zum Erhalt der Vielfalt der europäischen Kulturen bei“, hob die Landtagsabgeordnete hervor. Ihrer Meinung nach leistet die Kultur- und Kreativbranche einen wichtigen Beitrag zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum, zu weiteren Innovationen und zur sozialen Inklusion.
 
 MK

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