Festakt im Rathaus

„Die Weiterentwicklung des Eppinger Linien-Wegs ist ein weiterer Beitrag zur Aufwertung der Tourismusregion Stromberg-Heuchelberg“, freute sich die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen eines Festaktes zur offiziellen Vorstellung des Skulpturenprojekts entlang des heutigen Wanderwegs. Daran beteiligten sich neben Oberbürgermeister Klaus Holaschke auch der Vorsitzende des Naturparks Stromberg-Heuchelberg Andreas Felchle und der Historiker Werner Störk aus Südbaden. Sie stellten den zahlreichen interessierten Gästen im Eppinger Rathaus das touristische und regional-historische Skulpturenprojekt vor und übergaben die Skulpturen des Gemminger Künstlers Hinrich Zürn offiziell an die Öffentlichkeit.
 
Friedlinde Gurr-Hirsch hatte als Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum das südbadische Projekt „Gersbacher Barockschanze“ und deren Protagonist Werner Störk mit den Eppinger Linien zusammengebracht. Beide Verteidigungssysteme gehen zurück auf Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, den „Türkenlouis“. Dieser errichtete die Eppinger Linien 1695 als Verteidigungslinie, um die alljährlichen Einfälle und Plünderungen der Franzosen unter Ludwig XIV. abzuwehren. Das Wall-Graben-System reichte von Neckargemünd bis Weissenstein bei Pforzheim, wobei eine Verbindung zwischen den natürlichen Hindernissen Odenwald und Schwarzwald gewählt wurde. Zwar wurden dadurch die Vorlande geopfert, der Magazinplatz Heilbronn jedoch gesichert.
 
Heute ist der Eppinger-Linien-Weg ein beliebter Wanderweg, der entlang dem ehemaligen Verteidigungswall mit einer Gesamtlänge von 40 km von Eppingen über Sternenfels und Maulbronn bis nach Mühlacker führt. „Durch das Skulpturenprojekt wird dieser Weg zum künstlerisch-historischen und zertifizierten Qualitäts-Wanderweg. Zu verdanken ist dies insbesondere dem Naturpark Stromberg-Heuchelberg und den Anrainergemeinden, die dieses Projekt gemeinsam auf den Weg brachten“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch abschließend hervor.
 
MK

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