"Vorbereitet auf den Herbst des Lebens"

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in Gemmingen

Die so genannte „Sandwich-Generation“ der 40- bis 60-Jährigen, die „eingeklemmt“ ist zwischen den Beiträgen für die Rentnergeneration und den Ausgaben für ihre eigenen Kinder, sieht sich immer mehr Vorsorgeverpflichtungen ausgesetzt. Der demografische Wandel und der medizinische Fortschritt tragen dazu bei, dass die Kosten für die Leistungen im Alter und bei Krankheit stetig steigen. Damit müssen die Bürgerinnen und Bürger zurechtkommen. Um auf den so genannten „Herbst des Lebens“ besser vorbereitet zu sein, veranstaltete der CDU-Gemeindeverband Gemmingen gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch einen Informations- und Diskussionsabend mit dem Rechtsanwalt Dr. Michael Zecher. Dazu konnte die CDU-Vorsitzende Silvia Weidner im Versammlungsraum des Seniorenheims „Haus am Rathausplatz“ zahlreiche Gäste begrüßen. Sie dankte der evangelischen Heimstiftung, die den Raum großzügig zur Verfügung stellte.
 
Im Mittelpunkt des Abends stand der Elternunterhalt. Kinder haften in bestimmten Fällen für ihre Eltern und müssen die von den Sozialhilfeträgern zunächst übernommenen Pflegekosten im Nachhinein bezahlen, wenn diese Kosten nicht mit den eigenen Vermögenswerten der Eltern abgedeckt werden können. „Diese Thematik wird heutzutage immer wichtiger, zumal es aufgrund von unzureichenden gesetzlichen Regelungen große Ermessensspielräume und viel Unsicherheit gibt“, betonte Dr. Michael Zecher. Er ging in seinen Ausführungen insbesondere auf die möglichen Regressansprüche der Sozialhilfeträger ein und erläuterte sehr anschaulich, in welchen Situationen Elternunterhalt bezahlt werden muss. „Ihm gelang es, das wichtige und komplexe Thema Elternunterhalt anhand zahlreicher Fallbeispiele verständlich darzustellen“, lobte die CDU-Vorsitzende Silvia Weidner den Vortrag von Dr. Michael Zecher.
 
Friedlinde Gurr-Hirsch ermuntert die Bürgerinnen und Bürger, sich frühzeitig über mögliche Pflegekosten sowie zu Vorsorgeverfügungen und -vollmachten Gedanken zu machen. „Im Falle einer Geschäftsunfähigkeit braucht es für die Abwicklung aller Gesundheitsfragen, wie beispielsweise die Auswahl von Krankenhäusern, Pflegediensten oder Pflegeheimen, zwingend einen Bevollmächtigten, damit auch das Lebensende selbstbestimmt ist“, so Gurr-Hirsch.
 
MK

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