Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Friedlinde Gurr-Hirsch

„Damit die Unternehmen im Land auch zukünftig wettbewerbsfähig bleiben, bedarf es einer gezielten und nachhaltigen familienfreundlichen Personalpolitik. Diese muss insbesondere auch dazu beitragen, den Anteil von Frauen in Spitzenpositionen zu erhöhen“, betonte die stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen eines Impulsvortrages bei der Organisation „familyNET“. Dabei handelt es sich um ein von Politik und Wirtschaft finanziertes Netzwerk, das Unternehmen jeder Größe familienbewusste Dienstleistungen anbietet. Dazu zählen beispielsweise Information, Beratung und Coaching bei der Einführung neuer Konzepte zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Unterstützungsangebote bei der Umsetzung flexibler und bedarfsgerechter Kinderbetreuung, die Organisation von Ferienbetreuungen und die Vermittlung von Hilfsdiensten zur Pflege von Angehörigen.
 
Um den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, gibt es in Baden-Württemberg darüber hinaus seit 2011 die Datenbank „Spitzenfrauen in Gremien!“. „Dadurch erhalten Firmen und Einrichtungen in Baden-Württemberg, die ein Mandat in einem Aufsichtsrat, einem Verwaltungsrat, einem Gremium oder einem Kuratorium zu vergeben haben, die Möglichkeit, interessierte und qualifizierte Kandidatinnen für ihr Unternehmen zu gewinnen“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch in ihrem Vortrag hervor. Dies eröffne zahlreichen Frauen neue Wege in die meist männerdominierten Aufsichtsgremien.
 
Laut Gurr-Hirsch steigern familienbewusste Unternehmen ihre Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte und erleben einen deutlichen Imagegewinn. „Darüber hinaus fördern bedarfsgerechte Angebote bei der Kinderbetreuung und der Pflege von Angehörigen die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Betrieb“, so die Landtagsabgeordnete. Ihrer Meinung nach ist es insbesondere vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels für die Unternehmen in Baden-Württemberg besonders wichtig, hochqualifizierte junge Mütter und Väter durch eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf langfristig zu binden.
 
MK

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