Tag des offenen Denkmals

Vor Ort in Kleingartach

„Der deutschlandweite Denkmaltag bietet in Eppingen-Kleingartach jedes Jahr Geschichte zum Anfassen und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die Bedeutung des örtlichen kulturellen Erbes“, betonte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch bei Ihrem Besuch in der Weinbaugemeinde. In diesem Jahr konnten die Besucherinnen und Besuchern im historischen Ortskern, dem Städtle, drei sehenswerte Baudenkmäler besichtigen. Dazu zählten die evangelische Pfarrkirche zum Heiligen Martin von 1468 mit ihren spätmittelalterlichen Wandmalereien aus der Erbauungszeit sowie das so genannte Neipperger Herrenhaus von 1507, ein altes Stadthaus der Grafen von Neipperg mit Fachwerkgiebel und freigelegtem renaissancezeitlichen Malereien im Gebäudeinneren. „In beiden Gebäuden fanden unter kompetenter Leitung der örtlichen Gästeführer Führungen statt und die Architektur- und Geschichtsliebhaber konnten fachkundige Streifzüge in die Vergangenheit erleben“, so Friedlinde Gurr-Hirsch. Darüber hinaus stand auch die Alte Kelter von 1475 offen. Der eindrückliche Fachwerkbau ist insbesondere aufgrund des hohen Giebels mit überstehenden breiten Schutzbohlen unter einem Krüppelwalm überregional bekannt.
 
Ziel des bundesweiten Tags des offenen Denkmals ist es, das Interesse der Bürgerinnen und Bürger für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Dabei berichten Denkmalpfleger in fachkundigen Führungen und anhand konkreter Beispiele über ihre Aufgaben und Tätigkeiten. Archäologen, Restauratoren und Handwerker demonstrieren Arbeitsweisen und -techniken und lenken den Blick auf Details, die einem ungeschulten Auge verborgen bleiben. „Deutschlandweit kommt der Tag des offenen Denkmals nur dank der Initiative vieler Institutionen, Kreise, Städte, Gemeinden, Verbände, Vereine, privater Denkmaleigentümer und Bürgerinitiativen zustande. In Eppingen-Kleingartach ist dies dem Heimat- und Kulturverein zu verdanken, wobei besonders der zweite Vorsitzende Alexander Krysiak und Ortsvorsteher Friedhelm Ebert hervorzuheben sind“, lobte Friedlinde Gurr-Hirsch. Um die alte Kelter in Kleingartach zukünftig stärker in den Mittelpunkt des Gemeindelebens zu stellen, nutzte der Heimat- und Kulturverein den diesjährigen Tag des Denkmals auch dazu, sich mit den Bürgerinnen und Bürgern über mögliche neue Verwendungen auszutauschen.  
 
MK

Nach oben