Vor-Ort-Gespräch

„In den Hohenstein Instituten zeigt sich sehr deutlich, dass Baden-Württemberg über erstklassige privatwirtschaftliche Forschungseinrichtungen verfügt, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind“, betonten die Vorsitzende des Arbeitskreises „Wissenschaft, Forschung und Kunst“ der CDU-Landtagsfraktion Sabine Kurtz, die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Friedlinde Gurr-Hirsch und der Landtagsabgeordnete Manfred Hollenbach bei ihrem gemeinsamen Besuch des unabhängigen Bönnigheimer Unternehmens. Europaweit werde seitens der Wirtschaft nirgends mehr Geld in Forschung und Entwicklung investiert als in Baden-Württemberg. „Über 80 Prozent der landesweiten Forschungsausgaben trägt die Privatwirtschaft, während das Land 17,8 Prozent der Gesamtausgaben beisteuert“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen des Vor-Ort-Termins hervor. Dabei ging Prof. Dr. Stefan Mecheels, der das Familienunternehmen seit 1995 in der dritten Generation leitet, auf die Arbeitsschwerpunkte seiner Firma ein. Dazu zählt u.a. die Prüfung von Textilien und deren Zertifizierung. Die im Jahre 1946 gegründeten Hohenstein Institute sind ein akkreditiertes Prüflabor, an der Tests im Sinne einer klassischen Materialprüfung über die Qualitätsbeurteilung unterschiedlichster Produkteigenschaften bis hin zur Bewertung der Produktperformance für unterschiedlichste Einsatzbereiche vorgenommen werden. Es werden sowohl Auftragsforschungen wie auch öffentlich geförderte Forschungsprojekte durchgeführt.
Insgesamt sind am Stammsitz in Bönnigheim sowie in den Laboratorien und Auslandsbüros in Europa, Asien und Amerika derzeit rund 700 Mitarbeiter beschäftigt. Auftraggeber sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen.
 
Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, gründeten die Hohenstein Institute gemeinsam mit elf weiteren Forschungseinrichtungen die so genannte „Innovationsallianz Baden-Württemberg“ (innBW). Dabei handelt es sich um ein Bündnis unabhängiger Forschungsinstitute, die in den wichtigen Zukunftsfeldern nachhaltige Mobilität, Umwelttechnologie und Ressourceneffizienz, Gesundheit und Pflege sowie Information und Kommunikation ergebnisorientierte Forschung betreiben und Unternehmen Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zugänglich machen. Die innBW sieht sich als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. „Für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg ist dieser Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft unabdingbar“, lobte Sabine Kurtz die Kooperation. 
Zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen trägt laut Prof. Dr. Stefan Mecheels insbesondere das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums bei. Damit können mittelständische Unternehmen innovative Forschungsaufträge vergeben und marktgängige Produkte entwickeln.
„Ziel der CDU ist es, dass Baden-Württemberg bei der Anwendung innovativer Produkte und Techniken auch in Zukunft an der Spitze bleibt“, betonte Sabine Kurtz.
 
Bildunterschrift: Vor dem Stammsitz der Hohenstein Institute in Schloss Hohenstein in Bönnigheim: Manfred Hollenbach MdL, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Sabine Kurtz MdL und Prof. Dr. Stefan Mecheels (v.l.n.r.)
 
MK

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