Wirkung studentischer Auslandsaufenthalte

Parlamentarische Anfrage der stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Friedlinde Gurr-Hirsch MdL

„Die dauerhafte Gewinnung ausländischer Hochschulabsolventen, die in Baden-Württemberg ihren Studienabschluss gemacht haben, kann entscheidend dazu beitragen, den zunehmenden Fachkräftemangel zu bekämpfen“, hob die Landtagsabgeordnete  Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich der Beantwortung ihrer parlamentarischen Anfrage zur Wirkung von studentischen Auslandsaufenthalten in Baden-Württemberg hervor. „Ziel muss es sein, dass möglichst viele ausländische Absolventen als Fachkräfte im Südwesten bleiben, da sie bereits im Land leben, in aller Regel über die notwendigen Deutschkenntnisse verfügen und einen anerkannten inländischen Abschluss vorweisen können“, so Gurr-Hirsch. 
 
Aus der Anfrage ist zu entnehmen, dass immer mehr ausländische Studierende die Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg besuchen. Während dies vor zehn Jahren landesweit circa 36.400 Studierende waren, können aktuell 42.600 Ausländer an den Universitäten und Hochschulen im Land gezählt werden, von denen etwa 31.600 ihre Studienberechtigung im Ausland erworben haben. Die größte Gruppe der so genannten Bildungsausländer kommt aus der Volksrepublik China, gefolgt von Frankreich, Indien sowie der Russischen Föderation. 
 
Aus aktuellen Statistiken geht hervor, dass derzeit etwa die Hälfte der ausländischen Absolventen nach dem Ende des Studiums in Deutschland bleibt. „Damit sich dies noch weiter verbessert, ist vor allem ein Ausbau der Willkommenskultur notwendig. Die Landesregierung muss den internationalen Fachkräften bei der Integration helfen und sie bei einer Ansiedlung in Deutschland unterstützen“, fordert die Landtagsabgeordnete. Wichtige Themen seien in diesem Zusammenhang beispielsweise Informationen zum Aufenthaltsrecht, zum Arbeits- und Sozialrecht sowie zu den Bereichen Wohnen, Bildung und Kinderbetreuung. „Darüber hinaus müssen den Bildungsausländern im Rahmen von Jobmessen verstärkt Möglichkeiten aufgezeigt werden, welche Vorteile es für sie hat, nach Abschluss des Studiums in Baden-Württemberg zu leben und zu arbeiten“, so Gurr-Hirsch, für die die Bekämpfung des Fachkräftemangels eine zentrale Herausforderung ist.
 
MK

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