Zuckerrübenanbau in Baden-Württemberg

Parlamentarische Anfrage

„Baden-Württemberg kann auf eine lange Zuckerrübenanbautradition zurückblicken. Zwar werden landesweit nur auf rund zwei Prozent der Ackerfläche Zuckerrüben angebaut, aber aufgrund der regionalen Konzentration dieser Kulturpflanze ist die Bedeutung des Zuckerrübenanbaus in den betroffenen Anbauregionen besonders hoch“, betonen der Hohenloher Landtagsabgeordnete Arnulf von Eyb und die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Friedlinde Gurr-Hirsch MdL anlässlich der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage zum Zuckerrübenanbau in Baden-Württemberg. Speziell im Unterland und in Hohenlohe zeigt sich, dass die Zuckerrübe die rentabelste Ackerfrucht in Baden-Württemberg ist. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Zucker ist nach wie vor stabil. Dieser betrug in den letzten 20 Jahren zwischen 32 und 37 Kilogramm, wobei kein eindeutiger Auf- oder Abwärtstrend erkennbar ist.
 
Die einzig verbliebene Zuckerfabrik im Südwesten hat in Offenau ihren Sitz. „Dort liefern etwa 2.500 landwirtschaftliche Betriebe Zuckerrüben an, wobei sich das Einzugsgebiet von Tübingen im Süden bis in den Raum Wertheim/Tauberbischofsheim im Norden und vom Rhein im Westen bis Crailsheim im Osten erstreckt“, erläutern die beiden Landtagsabgeordneten aus Hohenlohe und dem Kreis Heilbronn, die sich um die Zukunft des Zuckerrübenanbaus in Baden-Württemberg sorgen. Dies liegt daran, dass die Europäische Union die Zuckerquote nicht weiter verlängert und so die Mengensteuerung letztmalig im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/2017 zur Anwendung kommt. „Dadurch muss mit einem verschärften globalen Wettbewerb, einer weiter zunehmenden Konzentration im Zuckersektor sowie einer größeren Volatilität bei Preisen und Mengen auf dem Binnen- und Weltmarkt gerechnet werden“, heben Arnulf von Eyb und Friedlinde Gurr-Hirsch hervor. Die beiden Abgeordneten fordern die Landesregierung dazu auf, den Zuckerrübenanbau in Baden-Württemberg konstruktiv zu begleiten, auch weil sich dieser hinsichtlich der Nachhaltigkeit in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich verbesserte. „Die Zuckerrübe lockert die Böden und trägt als Hackfrucht zu deren Regeneration bei“, so von Eyb und Gurr-Hirsch.   
 
MK

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