Friedlinde Gurr-Hirsch beim Iftar-Empfang

Stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende vor Ort im Neuen Schloss

Für über 100 Gäste verschiedener Glaubensrichtungen veranstaltete die Landesregierung auch in diesem Jahr ein Iftar-Essen, so der Name des allabendlichen Fastenbrechens während des Ramadans. Friedlinde Gurr-Hirsch nahm als stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion daran teil. „Der ursprünglich vom damaligen Ministerpräsidenten Günther Oettinger eingeführte Iftar-Empfang im Marmorsaal des Neuen Schlosses in Stuttgart ist eine gute Gelegenheit zum interkulturellen Dialog“, lobte die Landtagsabgeordnete. „Der Sinn dieses Treffens besteht insbesondere darin, dass die verschiedenen Religionen zusammenkommen. Ich wünsche mir sehr, dass sich im ganzen Land die verschiedenen Religionen so wie hier mit Respekt und Toleranz begegnen“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.
 
Das Fasten im Fastenmonat Ramadan ist eine der im Koran verankerten religiösen Pflichten der Muslime. Darunter wird die Enthaltung von bestimmten Tätigkeiten definiert: Der Verzehr von irdischen Substanzen und Speisen sowie Getränken, Rauchen, Geschlechtsverkehr und Trunkenheit sind tabu. Daran muss sich jeder Muslim halten, der in vollem Besitz seiner Geisteskräfte, volljährig und körperlich dazu imstande ist. Erst nach Sonnenuntergang dürfen wieder Speisen und Getränke eingenommen werden.
 
Friedlinde Gurr-Hirsch setzt sich als überzeugte Christin dafür ein, dass die Muslime durch ihre Teilnahme an christlichen Festen ihrerseits auch die Toleranz und Wertschätzung der Andersgläubigen erwidern. Die notwendige Eingliederung von Migranten in die vorhandenen Gesellschaftsstrukturen gelingt ihrer Meinung nach nur, wenn diese zu Bürgern werden. „Das heißt einerseits, dass von Menschen mit Migrationshintergrund und deutscher Staatsbürgerschaft erwartet wird, dass sie Baden-Württemberg als Heimat annehmen“, betonte die CDU-Politikerin. Dafür sei generell die Beherrschung der deutschen Sprache unerlässlich und der erste und wichtigste Schritt zur Integration. „Unter der Voraussetzung, dass Migranten die christlich-abendländischen Werte von Freiheit und Toleranz achten, heißt dies andererseits aber auch, dass die einheimische Bevölkerung die Migranten als Bereicherung der Gesellschaft betrachten muss“, so Gurr-Hirsch abschließend.
 
MK

Nach oben