"Kinder reden - Politik hört zu" 

Am Samstag, den 05. Juli 2014, fand im Stuttgarter Landtag der zweite Kindergipfel mit 170 Kindern aus Baden-Württemberg statt. Guido Wolf, Präsident des Landtags, und Sozialministerin Katrin Altpeter luden die jungen Mitbürger zu einem politischen Austausch ein, der die Barrieren zwischen Kindern und Politikern überwinden sollte. Als Vertreter der Politik nahm auch die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Friedlinde Gurr-Hirsch teil. Aufgrund ihres Engagements in der Bundesvereinigung für Blasmusik und der schwäbischen Heimatpflege beschäftigte sie sich mit dem Thema Freizeit.
 
Besonders erfreut war Frau Gurr-Hirsch über den Besuch von neun Kindern aus Ilsfeld. Sie lobte die gute Arbeit von Jugendreferent Bernd Mauch, der schon zum zweiten Mal beim Kindergipfel vertreten war.
 
Das Prinzip des Kindergipfels ist eben so einfach wie raffiniert. Mitglieder des Landtags diskutieren mit Kindern auf Augenhöhe. Dabei bestimmen die Kinder die Gesprächsthemen und haben die Möglichkeit, ihre Rechte, Lebensrealitäten und Wünsche zu vermitteln. In kleinen Gruppen werden die Überbegriffe Bildung und öffentlicher Raum, Mitbestimmung, Integration und Asyl sowie Armut diskutiert.
 
Anreiz der Politik ist vor allem der direkte Bezug der Mädchen und Jungen zu politischen Themen im Bereich der Bildung, zum Beispiel dem Bildungsplan, dem Projekt Gesamtschule oder der Ausstattung ihrer Schulen. Wichtige Einblicke liefern sie auch im Bereich der Gestaltung des öffentlichen Raums, wenn sie den Politikern Defizite im Bereich ihrer Freizeitgestaltungsmöglichkeiten aufzeigen.
 
Nach 90minütiger Zusammenarbeit in Workshops und Bündelung der Interessen am sogenannten „Gallery Walk“ haben die Politiker jetzt die Möglichkeit die Vorschläge der Kinder in ihren Fraktionen einzubringen und umzusetzen. Friedlinde Gurr-Hirsch konnte mit ihrer Diskussionsrunde zum Thema „Freizeit“ festhalten, dass mehr frei zugängliche Plätze für sportliche Aktivitäten und Jugendräume als Freizeittreffpunkte nötig sind. Deshalb möchte sie der Landesregierung vorschlagen, das Projekt „der Jugend Räume schaffen“ zu unterstützen um Kommunen finanzielle Hilfe zur Unterstützung von Jugendzentren zu zusichern.
 
Die Veranstalter des Kindergipfels erhoffen sich die Knüpfung von langfristigen Kontakten zwischen den Jugendgruppen und den Mitgliedern des Landtags, um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am politischen Prozess zu verbessern.

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