Informations- und Diskussionsveranstaltung im Saal der Weingärtner Cleebronn-Güglingen eG

Ob das Leben auf dem Land eher „Frust“ oder „Lust“ bedeutet, thematisierte die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch bei einer von ihr gemeinsam mit dem CDU-Gemeindeverband Cleebronn initiierten Informations- und Diskussionsveranstaltung. Gastreferent war Regionalverbandsdirektor Klaus Mandel. Dieser hob in seinem Einführungsvortrag hervor, dass viele Menschen sehr gerne auf dem Land leben würden, sich beruflich aber besser in einer Stadt verwirklichen können.
 
Im Zabergäu besteht glücklicherweise die große Chance, beides zu verbinden. Aufgrund der Nähe zu großen Ballungsräumen wie Stuttgart oder Heilbronn können die Menschen in der Stadt arbeiten und gleichzeitig die Vorteile des Landlebens genießen. „Dazu zählen zweifelsohne eine größere Sicherheit, mehr Sauberkeit, starkes ehrenamtliches Engagement sowie die abwechslungsreiche schöne Landschaft“, betonte Regionalverbandsdirektor Klaus Mandel. Dies führt dazu, dass die Bevölkerung in Cleebronn und Pfaffenhofen nach Aussage der beiden anwesenden Bürgermeister Thomas Vogel und Dieter Böhringer in den letzten Jahren konstant geblieben ist. 
 
An der sich anschließenden Diskussion beteiligten sich darüber hinaus der Geschäftsführer der Weingärtner Cleebronn-Güglingen eG Thomas Beyl, Dietmar Gretter vom Naturparkzentrum Zabergäu, die Weinerlebnisführerin Roemarie Seyb, Christa Brückner vom Heimatmuseum Brackenheim-Botenheim, Helmut Fischer vom Erlebnispark Tripsdrill, die Hofladenbetreiber Albrecht und Ulrike Gerhäusser sowie Ulrike Siegel, die Autorin von mehreren Bauernhofbüchern ist. Sie alle betonten, dass bei ihnen die Landlust in jedem Falle überwiegt. Allerdings müssen ihrer Meinung nach die aktuellen Entwicklungen genau beobachtet werden. Der ländliche Raum stehe vor großen Herausforderungen, die nicht verschlafen werden dürfen. „Dazu zählt im Zabergäu insbesondere der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Um unsere Region langfristig attraktiv zu halten, muss eine gute Erreichbarkeit gewährleistet sein. Die Kommunen im Zabergäu sind noch nicht ausreichend erschlossen“, so Gurr-Hirsch. 
 
MK

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