"Weder Frauen noch Männer dürfen im Arbeitsleben benachteiligt werden"

Parlamentarische Anfrage

„Alle Menschen sind gleich. Deshalb muss die Chancengleichheit von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen zur Selbstverständlichkeit werden“, konstatiert die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich der Beantwortung ihrer parlamentarischen Anfrage zur Chancengleichheit im Arbeitsleben in Baden-Württemberg. Gerade im Beruf stehe die Diskussion um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern nach wie vor im Zentrum.
 
Der Frauenanteil in den Führungsetagen der Wirtschaft ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Gleiches gilt für den Anteil der Frauen an den unternehmerisch Selbstständigen. Dieser Wert stieg im Zeitraum 1991 - 2012 in Baden-Württemberg von 23,4 Prozent auf 30,7 Prozent. „Eine positive Entwicklung, wenngleich weitere Fortschritte nötig sind und geschlechtsspezifische Benachteiligungen in Unternehmen bzw. Organisationen nach wie vor anzutreffen sind. Diese müssen überwunden werden. Frauen und Männer sollen gleichermaßen in die Lage versetzt werden, den ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechenden beruflichen Lebensweg zu gehen“, so Gurr-Hirsch, die auch frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion ist.Sie kritisiert, dass bei der Neubesetzung von Führungspositionen unter der grün-roten Koalition nur sehr wenige Frauen zum Zuge kamen. „Bei elf Ministerien und zwölf MD-Posten gibt es lediglich zwei Ministerialdirektorinnen“, betont Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
Darüber hinaus kritisiert die Landtagsabgeordnete, dass auch in Berufen und Behörden, in denen Männer unterrepräsentiert sind, nur Frauen das aktive und passive Wahlrecht zur Wahl einer Chancengleichheitsbeauftragten haben. Dies trage nicht zur besseren Glaubwürdigkeit dieses Amtes bei. „Angesichts der fortgeschrittenen gesellschaftlichen Entwicklung sollte Männern wenigstens das aktive Wahlrecht eingeräumt werden“, fordert Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
MK

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