Friedlinde Gurr-Hirsch vor Ort

Anlässlich des Sehbehindertentages informierte die Bezirksgruppe des Blinden- und Sehbehindertenverbandes an der neu gestalteten Heilbronner Allee über allerhand Orientierungshilfen für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen. Die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch war ebenfalls vor Ort. Ihr sind Barrierefreiheit und unterstützende Hilfsmaßnahmen für Menschen mit Sehschwäche im öffentlichen Raum ein wichtiges Anliegen. „Blinde- und Sehbehinderte haben spezielle Bedürfnisse, die beim Neubau von Fuß- und Gehwegen sowie im Öffentlichen Personennahverkehr berücksichtigt werden müssen“, betonte die CDU-Politikerin Gurr-Hirsch.
 
Damit sich Blinde und Sehbehinderte im Straßenverkehr besser orientieren können, wurden auf den Bodenplatten in der Allee Rillen eingebracht. „Diese fungieren als Leitlinien, die Menschen mit Sehschwäche oder Blindenstock die Orientierung erleichtern sollen. Sie finden sich nicht nur auf der Allee, sondern auch in Fußgängerzonen, auf dem Kiliansplatz und anderen stark frequentierten Fußwegen sowie bei einigen Bus- und Bahnhaltestellen in Heilbronn“, erläuterte Verbandssprecher Wolfgang Heiler den interessierten Besuchern des Infostandes. „Schade, dass diese Hilfsvorrichtungen erst nach dem Einbau eingebracht wurden. Eine gute Planung sieht anders aus“, kritisierte Friedlinde Gurr-Hirsch die Planer.
 
Der Blinden- und Sehbehindertenverband freut sich über die zahlreichen Maßnahmen der Stadt Heilbronn in den vergangenen Jahren. Allerdings gibt es landesweit insbesondere bei den Fahrgastinformationssystemen und an den Bushaltestellen im ländlichen Raum noch viel Nachholbedarf. „Daher habe ich das Landesverkehrsministerium sowohl in einem Abgeordnetenbrief als auch über eine Parlamentarische Anfrage dazu aufgefordert, die Bedürfnissen von behinderten und alten Menschen im Öffentlichen Personennahverkehr stärker zu berücksichtigen“, so die Landtagsabgeordnete.
 
MK

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