Jugendliche in der Kommunalpolitik

Friedlinde Gurr-Hirsch fordert verstärkten Fokus auf junge Menschen

„Die Kommunalpolitik muss verstärkt die Interessen und die Teilhabe der jungen Generation an der Demokratie fördern“, betont Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich ihrer jugendpolitischen Vor-Ort-Termine im Landkreis Calw am heutigen Mittwoch, den 7. Mai 2014. Um auf die Anliegen der jungen Menschen vor Ort aufmerksam zu machen und ihre Wünsche an die Politik in den Fokus zu stellen, besucht die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion gemeinsam mit der Jungen Union Kreis Calw mehrere Jugendeinrichtungen und -vereine im Nordschwarzwald.
 
„Es ist außerordentlich wichtig, dass sich die jungen Menschen in die Politik einbringen und die Gesellschaft mitgestalten. Dies trägt einerseits dazu bei, dass wir die entscheidenden Zukunftsthemen im Ländlichen Raum, wie Bildungsmöglichkeiten, Mobilität und Breitbandversorgung, entschlossen angehen. Andererseits können die Jugendlichen dadurch Anerkennung erleben sowie Kompetenzen und Mut im Umgang mit Anderen entwickeln“, so Friedlinde Gurr-Hirsch, die über 20 Jahre im Jugendhilfeausschuss des Landkreises Heilbronn mitarbeitete und schon seit vielen Jahren eine bessere politische Beteiligung der jungen Menschen in Baden-Württemberg fordert. Besonders dafür geeignet seien Jugendgemeinderäte. „Hier können engagierte Jugendliche mit vielfältigen Aktionen und Aktivitäten auf die Probleme ihrer Altersgenossen aufmerksam machen. Leider gibt es solche Gremien im Südwesten zu selten“, bedauert die Landtagsabgeordnete, die sich für eine Ausweitung der Jugendgemeinderäte im Land einsetzt. Dies dürfe vor Ort allerdings keine Placebo-Organisation sein, sondern müsse in rechtlich festgeschriebenen Beteiligungsformen münden. Dabei setzt die CDU-Politikerin auf eine Kann-Regelung und die Motivation der jungen Menschen. In größeren Kommunen einen verpflichtenden Jugendgemeinderat zu verankern, ist ihrer Meinung nach der falsche Weg. „Das Beste für die Situation vor Ort sind freiwillige Konzepte. Eine Oktroyierung ohne eigenen Antrieb der Jugendlichen kann nicht funktionieren“, konstatiert Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
Darüber hinaus trägt nach Meinung der CDU-Politikerin insbesondere die Eingliederung in Vereinen und Verbänden dazu bei, die junge Generation an demokratische Beteiligungsformen heranzuführen. „Durch die Übernahme von Verantwortung in örtlichen und regionalen Gremien sowie die wirksame Mitgestaltung der Vereins- und Verbandsentwicklung vor Ort, lernen die jungen Menschen die Schwierigkeiten und Herausforderungen von politisch-gesellschaftlichen Entscheidungsfindungen kennen“, resümiert Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
Um beim Thema Jugendbeteiligung voranzukommen, fordert die Landtagsabgeordnete auf Landesebene einen „Runden Tisch Jugend“, der Jugendliche und Entscheidungsträger zusammen bringt und den Dialog der Generationen fördert. „Wenn unser Land zukunftsfähig sein soll, müssen wir die Interessen der jungen Menschen noch ernster nehmen“, so Gurr-Hirsch abschließend.
 
MK

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