"Typisch weiblich?! Wählen und gewählt werden"

Friedlinde Gurr-Hirsch für mehr Frauen in der Politik

„Obwohl die Zahl der Frauen in der Politik seit Jahren steigt, sind sie vor allem in den kommunalen Gremien, aber auch im Land- und Bundestag durchweg unterrepräsentiert“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen der gut besuchten Diskussionsveranstaltung „Typisch weiblich?! Wählen und gewählt werden“im Interimsplenarsaal des Landtages. Die Repräsentanz von Frauen in politischen Gremien sei unbefriedigend. „Ihr Anteil in den Parlamenten entspricht bei weitem nicht ihrem Anteil in der Bevölkerung. Es ist bedauerlich, dass weniger als 20 Prozent der Abgeordneten im Landtag weiblich sind“, hob die CDU-Politikerin hervor.Baden-Württemberg sei damit unter den Länderparlamenten bundesweit das Schlusslicht. „Das muss sich ändern“, so Friedlinde Gurr-Hirsch, die auch frauenpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion ist.
 
Die Landtagsabgeordnete setzt sich seit vielen Jahren gegen die Unterrepräsentation von Frauen in der Politik ein und versucht insbesondere im Vorfeld der Kommunalwahlen im Mai 2014, Frauen die Scheu vor der Politik zu nehmen, sie aufzuklären und ihnen Mut zu machen, selbst aktiv zu werden. „Allerdings sind Frauen heutzutage als Berufstätige, Mütter und Hausfrauen an vielen Stellen gleichzeitig gefragt. Für ein politisches Amt scheint da oft einfach kein Platz mehr zu sein“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch bei der Debatte hervor. Um sich politisch engagieren zu können, hätten Frauen häufig höhere Hürden zu nehmen als ihre männlichen Mitstreiter.
 
Darüber hinaus referierte Prof. Dr. Dieter Roth von der Universität Heidelberg über das Wahlverhalten von Frauen. Erkenntnis seiner Untersuchungen ist, dass Frauen insbesondere auch Frauen wählen, wenn sie nur das Angebot haben. „Deshalb haben wir als CDU es uns zur Aufgabe gemacht, politisch interessierten Frauen auf vielfältige Weise unsere Unterstützung entgegenzubringen. Dazu zählen beispielsweise Fortbildungs- und Mentoringprogramme, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder die Forderung nach einem finanziellen Ausgleich für die Betreuung von Kindern während der Sitzungszeiten“, so Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
MK

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