Auf den Spuren des jüdischen Lebens in Heinsheim und Bad Wimpfen

Im Rahmen des Besuchs der Vorsitzenden der Israelitischen Gemeinde Württembergs Barbara Traub, besuchte Friedlinde Gurr-Hirsch gemeinsam mit ihrem Landtagskollegen Dr. Bernhard Lasotta und der CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Gabriele Zimmermann die ehemalige Synagoge in Heinsheim. Hier setzt sich der Freundeskreis Ehemalige Synagoge Heinsheim e.V. engagiert für die Sanierung der 1796 erbauten Gebetsstätte ein. „Die Sanierung der Synagoge ist mir eine Herzensangelegenheit! Umso mehr freut es mich, dass dem Freundeskreis der Kauf der Synagoge gelungen ist“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch, die den Verein schon lange konstruktiv begleitet. Nach dem Erwerb des Gebäudes steht nun die schrittweise Verbesserung seines maroden Zustands an. „Allem voran, muss das Dach saniert werden, um die Gebäudesubstanz zu bewahren“, erklärte Yvonne von Racknitz, die Vorsitzende des Vereins, die mit mehreren anderen Mitgliedern durch die ehemalige Synagoge führte. „Wie werden gemeinsam überlegen, welche Schritte für die weitere Finanzierung dieses Projekts gegangen werden müssen“, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch. Außerdem lobte sie das außerordentliche Bürgerengagement des Freundeskreises: „Durch den Einsatz dieser Bürgerinnen und Bürger kann es geschafft werden, in der ehemaligen Synagoge neues Leben entstehen zu lassen. Sie trägt zur Identität des schönen Neckardorfes bei, wo einst eine stattliche jüdische Gemeinde gelebt hat.“      
 
Dem Besuch in Heinsheim folgte ein Rundgang entlang der Stolpersteine in Bad Wimpfen. Der ehemalige Geschichtslehrer am Hohenstaufen-Gymnasium in Bad Wimpfen und Initiator der Stolpersteine führte die Teilnehmer durch die Straßen der Stauferstadt und berichtete über das Leben und die Schicksale der Juden, die dort gewohnt haben. Durch seine anschaulichen Erzählungen ließ Herr Wetzka die Menschen, die hinter den Namen auf den Stolpersteinen stehen, lebendig werden. „Die Stolpersteine tragen dazu bei, unsere Geschichte nicht zu vergessen und machen deutlich, dass die Vergangenheit nicht immer weit weg, sondern oft ganz nah, sogar im eigenen Heimatort, geschrieben wurde.“, resümierte Friedlinde Gurr-Hirsch.

Nach oben