Parlamentarische Anfrage: Verlässliche Rahmenbedingungen gefordert

„Sowohl für den Gesundheitssektor in Baden-Württemberg als auch für den Tourismus im Land haben die 56 prädikatisierten Kur- und Heilbäder eine besondere Bedeutung. Gerade im Gesundheitsbereich sind die Kur- und Heilbäder heute nicht mehr wegzudenken. So leisten sie einen wichtigen Beitrag zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, in dem sie spezielle Angebote für Unternehmen entwickeln. Auch als Partner der Rentenversicherungsträger sind Kurbetriebe als hochqualifizierte und moderne Rehabilitationskliniken unverzichtbar“, erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Friedlinde Gurr-Hirsch MdL.
 
„Mit einem Anteil von 24,4 Prozent aller Übernachtungen bei den Kur- und Heilbädern ist Baden-Württemberg das Bäderland Nr. 1 in Deutschland. Über dies stellen sie einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor dar. Neben dem gesundheitlichen Aspekt bieten sie auch eine hervorragende touristische Infrastruktur sowie ein vielfältiges Sport- und Freizeitangebot, aber auch kulturelle und kulinarische Highlights. Dies zeigt auch, wie wandlungsfähig Heilbäder und Kurorte sind“, betonte der tourismuspolitische Sprecher Dr. Patrick Rapp MdL.
 
„Umso wichtiger ist der Erhalt guter Rahmenbedingen. Da sich schon heute Probleme im Bereich der Fachkräftegewinnung sowie der abnehmenden Strukturen, wie beispielsweise der Nahversorgung aber auch der Gastronomie abzeichnen. Ein erster Schritt in diese Richtung stellt sicherlich das auf Bundesebene geplante Präventionsgesetz dar. Dieses wird von der Landesregierung nach eigenem Bekunden unterstützt. Umso erstaunlicher ist es, dass Grün-Rot die Zusammenhänge zwischen Angeboten in der Nahversorgung, in der Infrastruktur, der Schulversorgung auf der einen Seite und der Attraktivität von Kur- und Heilorten für Tagesgäste, Touristen aber vor allem auch für Arbeitskräfte nicht berücksichtigt. Dies beginnt bei der einseitigen Ausrichtung der Fördermittel und erstreckt sich bis hin zu der Verhinderungspolitik in der Verkehrsinfrastruktur. Nachhaltige Politik für Baden-Württemberg sieht anders aus“, stellten Gurr-Hirsch und Dr. Rapp klar.

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