Friedlinde Gurr-Hirsch fordert stärkere Integration von Migranten in der CDU

Im Südwesten leben rund 2,9 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von knapp 27 Prozent, womit Baden-Württemberg unter den deutschen Flächenländern den höchsten Migrantenanteil hat. Viele davon sind EU-Bürger, die bei den Europa- und Kommunalwahlen im Mai 2014 wahlberechtigt sind. „Wir müssen sie noch stärker als bisher in die CDU integrieren“, betonte die Vorsitzende des Arbeitskreises Integration der CDU Baden-Württemberg.
 
Der Arbeitskreis tagt regelmäßig und hat nach einerPhase der Vorstellung der äußerst heterogenen Mitgliederschaft durch Referate und Diskussionen nun die Erstellung eines Strategiepapers zur besseren Verortung der Landespartei in der „Migrantenszene“ beschlossen. „Darin soll auch enthalten sein, wie Migranten, die politisch aktiv sein wollen, von bekannten arrivierten CDU-Mandatsträgern im Sinne eines Mentorings begleitet werden können“, so die Abgeordnete Gurr-Hirsch, die auch Mitglied im Integrationsausschuss des Landtages ist.
 
In der letzten Sitzung konnten sich darüber hinaus die CDU-Stadtratskandidaten von Stuttgart mit Migrationshintergrund vorstellen. Sie kritisierten, dass CDU-Kandidaten mit Migrationshintergrund keine Lobby in der Partei haben und sich mit einer schlechten Listenplatzierung zufrieden geben müssen. „Wir haben hier einen Aufholbedarf. Wir dürfen die Chancen, die in der Vielfalt unserer Gesellschaft liegen, nicht verschenken“, so Gurr-Hirsch, die sich schon lange für die Förderung von „Diversity“ in allen gesellschaftlichen Bereichen einsetzt. Dies gilt insbesondere auch für die Arbeitswelt. „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kann auf das Potential gut ausgebildeter Menschen mit Migrationshintergrund und deren Kompetenz in der Kommunalpolitik nicht verzichtet werden“, mahnte die Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion.
 
MK

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