"Wir brauchen mehr Frauen in MINT-Berufen!"

Das ist ein wichtiger Baustein gegen den Fachkräftemangel

„Unser Land hat bundesweit den höchsten Anteil an MINT-Beschäftigten aber auch den höchsten Bedarf an MINT-Fachkräften. Dies stellt der Finanz- und Wirtschaftsministers Dr. Nils Schmid in der Antwort auf unseren Antrag, Programme zur Motivation für MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)-Berufe in Baden-Württemberg‘ fest. Das verdeutlicht, welche Bedeutung diese Berufszweige für die Wirtschaftskraft Baden-Württembergs haben. Nach einer aktuellen Studie von Ernst & Young leidet der Mittelstand im Südwesten besonders unter dem Fachkräftemangel. 64 Prozent der mittelständischen Firmen – so das Ergebnis der Studie – können offene Stellen nicht besetzen. Ein wesentlicher Beitrag um den Fachkräftemangel zu beheben, ist die Erhöhung des Frauenanteils in diesen Berufsfeldern. Dieser ist zwar in den letzten Jahren gestiegen, ist insgesamt aber immer noch viel zu gering. Tatsächlich liegt der Frauenanteil bei den MINT-Beschäftigten im Land laut einer DGB-Studie noch unter dem Bundesschnitt“, sagte die frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion,Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Mittwoch (5. Februar) in Stuttgart.
 
„Es ist vor diesem Hintergrund umso erfreulicher, dass die Landesregierung die noch zu unserer Regierungszeit ins Leben gerufene Landesinitiative ,Frauen in MINT-Berufe‘ fortführt und dieses sogar ab 2015 als Daueraufgabe beim Ministerium für Finanzen und Wirtschaft verankert. Die CDU-Landtagsfraktion hat sich schon vor vielen Jahren zielorientiert dafür eingesetzt, Frauen für MINT-Berufe zu interessieren. Dies zeigt sich auch darin, dass die ebenfalls noch zu unserer Regierungszeit entstandenen Technikprojekte in Kindergärten weiter fortgeführt werden. Wenn es gelingt, schon im Kindesalter das Interesse für diese Bereiche zu wecken, ist es auf lange Sicht möglich, die geistige Aufteilung in sogenannte Frauen- und Männerberufe zu durchbrechen. Hierfür müssen wir uns einsetzen, um die Wirtschaftskraft für Baden-Württemberg weiterhin erfolgreich zu stärken“, betonte Gurr-Hirsch.

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