"Grün-Rot benachteiligt Realschulen"

Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Georg Wacker MdL und Friedlinde Gurr-Hirsch MdL kritisieren Bevorzugung der Gemeinschaftsschulen

Bei einem politischen Gedankenaustausch von Georg Wacker und Friedlinde Gurr-Hirsch mit Schulleiter Horst Münzing und Organisationsteam über die Herausforderungen und Probleme der Hölderlin-Realschule ging es zunächst um die Folgen der Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung. Schulleiter Horst Münzing kritisierte, dass dies zu einer Fehlsteuerung von leistungsschwächeren Schülern geführt habe, die auch vor der Hölderlin-Realschule nicht Halt gemacht habe. „Solche Schüler machen oft im Klassenverband schmerzhafte Erfahrungen und leiden dann unter Misserfolg, Demotivation und Frustration“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch, die in den letzten Monaten diesen Eindruck in zahlreichen Gesprächen mit Eltern, Lehrern und Schülern gewonnen hat.
 
Darüber hinaus wurde deutlich, dass sich die Lehrerinnen und Lehrer in Lauffen um den generellen Fortbestand der bewährten Schulart Realschule sorgen. Durch die forcierte Implementierung der Gemeinschaftsschule werden die vorhandenen Ressourcen verstärkt in dieses bildungspolitische „Lieblingskind“ von Grün-Rot gelenkt. Die Realschulen bleiben dabei zunehmend auf der Strecke. Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass der Klassenteiler bei den Realschulen im Land weiterhin bei 30 Schülerinnen und Schülern liegt, während er für Gemeinschaftsschulen bei 28 Kindern festgesetzt ist. „Das ist sowohl gegenüber den Lehrerinnen und Lehrern als auch gegenüber den Schülerinnen und Schülern ungerecht und trägt zu einer systematischen Benachteiligung der Realschulen bei“, hob der bildungspolitische Sprecher Georg Wacker hervor. Gerade vor dem Hintergrund einer steigenden Heterogenität in der Schülerschaft, müsse der Klassenteiler auch an den Realschulen gesenkt werden.
 
Friedlinde Gurr-Hirsch betonte, dass bei zahlreichen Bildungsveranstaltungen in ihrem Wahlkreis die Bürgerinnen und Bürger immer wieder anführten, dass nicht die Schulform entscheidend sei, sondern die Qualität des Unterrichts und die Verlässlichkeit des Schulabschlusses.„Deshalb muss gesichert sein, dass auch die Gemeinschaftsschulen im Land eine entsprechende Leistungsqualität sowie qualifizierte Abschlüsse gewährleisten“, so Gurr-Hirsch abschließend.
 
MK

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