Informationsabend von Friedlinde Gurr-Hirsch in Kooperation mit dem Familienzentrum Güglingen und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg

Die Anzahl der Medien im familiären Umfeld nimmt ständig zu. Inzwischen gehören Handy, Internet, Fernsehen, Playstation und Co zum Aufwachsen unserer Kinder und Jugendlichen wie selbstverständlich dazu. „Dabei ist das Fernsehen in deutschen Familien das meist benutzte Medium. Fast drei Viertel aller Kinder und Jugendlichen von 3 bis 19 Jahren schauen mehrmals pro Woche gemeinsam mit ihren Eltern fern“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch bei einem von ihr in Kooperation mit dem Familienzentrum Güglingen und der Landesanstalt für Kommunikation veranstalteten Medienelternabend.
 
Der Landtagsabgeordneten ist es wichtig, die Meinungsbildung im Bereich Mediennutzung zu begleiten und die Eltern über die Auswirkungen des zunehmenden Medienkonsums zu informieren. „Eine Verteufelung der Medien ist falsch. Es geht eher darum, wann und wie viel Fernsehen und Internet sinnvoll sind“, so Gurr-Hirsch, die selbst Großmama von vier Enkelkindern ist. Sie findet es entsetzlich, dass der Fernsehkonsum bei Kindern von nicht-berufstätigen Müttern größer ist als bei Kindern, deren Mütter berufstätig sind. Dies ist ein Ergebnis einer umfassenden Studie zur Mediennutzung in deutschen Familien (FIM-Studie), die Thomas Rathgeb von der Landesanstalt für Kommunikation in Güglingen vorstellte. Er ist Leiter der Abteilung „Medienkompetenz, Programm und Forschung“ der Landesanstalt und beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Kinder- und Jugendmedienschutz.
 
Das Interesse der Bürgerschaft am Medienelternabend war groß. Mehr als 40 Bürgerinnen und Bürger kamen in die Güglinger Mediothek, um sich zu informieren und zahlreiche Nachfragen zu stellen. Das freute Bürgermeister Klaus Dieterich und die Leiterin des Familienzentrums Monika Hamann, die sich bei der lebendigen Diskussion wertvoll einbrachten. „Das Familienzentrum ist für solche Veranstaltungen perfekt geeignet. Es ist ein guter Ort des Zusammenkommens, wo die Menschen Auskünfte und Rat erhalten“, lobte Friedlinde Gurr-Hirsch die Güglinger Einrichtung und den interessanten Abend.
 
MK

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