Im Rahmen ihres sozialwissenschaftlichen Studiums absolviert Natalia Iost derzeit ein Praktikum im Stuttgarter Abgeordnetenbüro von Friedlinde Gurr-Hirsch. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit Frauenpolitik.

Aktuelle Frauennews im Dezember 2013
 
Knapp jeder Fünfte in Deutschland ist arm. Besonders Frauen sind davon betroffen.
Fast jeder fünfte Einwohner in Deutschland war 2012 von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Etwa 16 Millionen Menschen oder 19,6 Prozent der Bevölkerung zählten dazu - 2011 waren es mit 19,9 Prozent noch etwas mehr. Das ist das Ergebnis der Untersuchung "Leben in Europa 2012", die das Statistische Bundesamt (Destatis) vorstellte. In Deutschland waren Frauen mit 21,1 Prozent häufiger betroffen als Männer (18,1 Prozent). Unterschiede gibt es auch zwischen den Altersgruppen. So sind Menschen zwischen 18 und 65 Jahren mit 21,2 Prozent häufiger von sozialen Problemen betroffen als die über 65-Jährigen, bei denen der Anteil bei 15,8 Prozent lag. Bei den unter 18-Jährigen waren 18,4 Prozent betroffen.
 
Frankreich: Sexismus am Arbeitsplatz nervt Frankreichs Frauen.
15 651 Beschäftigte – Frauen und Männer – haben sich an einer groß angelegten Online-Befragung beteiligt zu Sexismus am Arbeitsplatz beteiligt. Zwar gaben 13 Prozent der Männer und Frauen an, dass lose Sprüche am Arbeitsplatz zum Beziehungs-Spiel zwischen den Geschlechtern gehörten. Dagegen fand die Mehrheit der Frauen den mehr oder weniger offenen Sexismus am Arbeitsplatz überhaupt nicht lustig: 54 Prozent der weiblichen Befragten gab an, nicht zufällig bei der Karriere behindert worden zu sein. So erklärten 36 Prozent der Frauen, ihnen sei aus geschlechtsspezifischen Gründen eine Gehaltserhöhung vorenthalten worden. 35 Prozent der Frauen sahen sich bei Beförderungen benachteiligt.
 
Schweiz:Die Frauen sind schon beim Einstieg im Rückstand.
Es ist ein weltweites Phänomen. Frauen verdienen typischerweise deutlich weniger als Männer. Gemessen an den Medianlöhnen für Vollzeitbeschäftigte beträgt die Differenz im Durchschnitt der OECD-Länder rund 15 Prozent. Die Schweiz liegt laut OECD-Angaben mit einer Differenz von 18 Prozent leicht über dem Mittel. Einiges lässt sich mit «objektiven» Faktoren erklären – etwa mit Unterschieden in der Berufswahl, in der hierarchischen Position oder im Dienstalter. Meist bleibt aber ein unerklärter Rest. In der Schweiz beträgt dieser Rest laut früheren Analysen etwa 8 bis 10 Prozent. Dies kann ein Ergebnis von zwar «legitimen», aber statistisch nicht erfassbaren Differenzen sein, aber es könnte mindestens zum Teil auch Geschlechterdiskriminierung dahinterstecken – welche die Verfassung und das Gleichstellungsgesetz verbieten.

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