Stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Friedlinde Gurr-Hirsch: "Rohstoffbericht der grün-roten Landesregierung noch immer nicht erstellt." 

„Die oberflächennahe Rohstoffgewinnung in Baden-Württemberg hat seit dem Jahr 2000 stark abgenommen. Die Anzahl an Steinbrüchen reduzierte sich von 257 auf 229 und die Anzahl an Kiesgruben von 361 auf 276“, betont Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich einer nun vorliegenden Antwort der grün-roten Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten. Darin ist festgehalten, dass sowohl bei der Anzahl an Abbaustätten als auch bei den Fördermengen ein Rückgang von insgesamt 18,3 Prozent zu verzeichnen ist. Dies hat auch Auswirkungen auf die zukünftige Verbringung von Erdaushubmassen. „Wenn es immer weniger Steinbrüche und Kiesgruben gibt, die mit Bodenaushub verfüllt werden können, entsteht steigender Druck auf die öffentlichen Deponien“, konstatiert die Landtagsabgeordnete.
 
Das Schaffen und langfristige Erhalten von ökologisch bedeutsamen Lebensräumen in ehemaligen Abbaustätten trägt ebenfalls dazu bei, dass dort auf Erdverfüllungen verzichtet wird. „Sofern die ökologischen Maßnahmen die Eingriffsfolgen überwiegen, können Ökopunkte erzielt werden. Diese können später als Kompensation für Umwelteingriffe genutzt oder sogar verkauft werden“, erläutert Friedlinde Gurr-Hirsch. Allerdings bleibt unbeantwortet, wo der anfallende Bodenaushub zukünftig untergebracht werden soll. „Für viele Fragen blieb die Landesregierung eine Antwort schuldig“, äußert sich die CDU-Politikerin enttäuscht.
 
Darüber hinaus kritisierte die Landtagsabgeordnete, dass die grün-rote Koalition in der aktuellen Legislaturperiode noch keinen Rohstoffbericht erstellt hat. Damit liegen keine aktuellen Daten zum Stand der fachlichen und planerischen Rohstoffsicherung vor. „Der letzte Rohstoffbericht wurde unter der CDU-geführten Vorgängerregierung im Jahr 2006 in Auftrag gegeben. Die Steinbruch- und Kiesgrubenbetreiber in Baden-Württemberg warten auf Informationen zur Gewinnung, zum Verbrauch und zur Sicherung von mineralischen Rohstoffen“, so Gurr-Hirsch.
 
MK

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