Energiepolitik in der Diskussion

Eine gute Gelegenheit sich über neue Energieformen zu informieren bot die von Friedlinde Gurr-Hirsch MdL und dem CDU-Ortsverband Obergimpern organisierte Veranstaltung „Energiewende – wohin?!“ Diese gliederte sich in zwei Teile. Zunächst fand eine Vor-Ort-Besichtigung bei der Firma SWAT-Solar statt. Anschließend erfolgte in der örtlichen Fliederklause ein Infogespräch mit dem Verbandsdirektor des Regionalverbands Heilbronn-Franken Klaus Mandel.
 
Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima besteht Einigkeit über alle politischen Grenzen hinweg, dass der mit dem Energiekonzept der Bundesregierung bereits angelegte grundlegende Umbau der Energieversorgung beschleunigt werden muss. Allerdings muss dies realistisch und mit Augenmaß erfolgen. Jeder Einsatz der erneuerbaren Energien hat Sonnen- und Schattenseiten. Um dies den Bürgern zu verdeutlichen und Lösungsmöglichkeiten sowie Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen, hat Friedlinde Gurr-Hirsch diese Energiediskussionsveranstaltung initiiert. Es ist ihr ein großes Anliegen auch nach der Landtagswahl vor Ort präsent zu sein und aktuelle Themen mit Wählerinnen und Wählern zu besprechen. Die mehr als 40 Gäste wussten dies sehr zu schätzten.  
 
„Ich sehe es nicht so gerne, wenn auf den sehr fruchtbaren Böden des Kraichgaus Photovoltaikflächen entstehen. Es gibt dafür genügend Dächer“, betonte die CDU-Politikerin auf dem Betriebsgelände der Firma SWAT-Solar. Deren Eigentümer Bernd Mader bekräftigte, dass die von ihm angebrachten Solarpanelen äußerst schonend in die Natur eingreifen. „Flächenversiegelung findet kaum statt, da lediglich die Stelzen der Anlagengestelle im Boden verankert sind.“ Dazu würde er grundsätzlich nur kristalline Module verbauen, die auch in 20 Jahren noch komplett wiederverwertbar seien.
 
Verbandsdirektor Klaus Mandel ging in seinem Vortrag in der Fliederklause insbesondere auf die derzeitige Ausbausituation sowie weitere Entwicklungsmöglichkeiten der erneuerbaren Energien in der Region Heilbronn-Franken ein. Hier befänden sich beispielsweise ein Drittel aller baden-württembergischen Windkraftanlagen und 17,8 Prozent des Stromverbrauchs würde schon durch erneuerbare Energien gedeckt. Trotz großer Anstrengungen in den letzten Jahren, bestehe allerdings noch erhebliches Wachstumspotential.  
 
Daher waren sich die Anwesenden mit dem CDU-Ortsvorsitzenden Markus Stenchly darin einig, dass die Energiethematik weiterhin Spannung biete und die eingeleitete Wende notwendig sei, auch wenn noch nicht klar sei, wohin die Reise ginge. „Es gibt genug zu tun“, fasste Friedlinde Gurr-Hirsch abschließend zusammen. Sie hob hervor, dass Versorgungssicherheit sowie bezahlbare Energie für private Konsumenten und Industrie, neben dem wichtigen Umwelt- und Klimaschutz, oberste Ziele der Politik sein müssen.
 
M. Kleemann

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