Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Friedlinde Gurr-Hirsch MdL: "Baden-Württemberg steht dank eines differenzierten und durchlässigen Bildungssystems europaweit gut da"

„Ich freue mich, dass die grün-rote Landesregierung die Leistungen ihrer Vorgängerregierungen im Bereich der Bildungspolitik anerkennt. Das differenzierte und durchlässige Bildungssystem mit seinem starken Akzent auf die berufliche Orientierung zeigt gerade im europäischen Vergleich seine Stärken. Daher werden wir zum Zielland für Jugendliche aus anderen EU-Ländern“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL anlässlich des Eingangs der Antwort auf ihre Anfrage zur Umsetzung der EU-Jugendgarantie in Baden-Württemberg.
 
„Die Landesregierung wäre daher gut beraten, diese positiven Rahmenbedingungen nicht durch ideologisch geprägte Reformversuche zu verschlechtern.“ Es sei bemerkenswert, dass sie angeblich keine Erkenntnisse über einen kausalen Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Bildungssystemen und der Höhe der Jugendarbeitslosigkeit habe. „Entweder verschweigt sie wider besseres Wissen ihre Erkenntnisse oder aber sie ignoriert die Fakten“, so Gurr-Hirsch. Es gebe eindeutige statistische Belege, dass in Ländern mit einem differenzierten Bildungssystem die Jugendarbeitslosigkeit geringer sei.
 
„Grün-Rot erkennt mittlerweile auch die Leistungen der bisherigen Bundesregierung an. Immerhin ist es der Bund, der mit dem Programm MobiPro-EU Jugendlichen aus anderen EU-Ländern dabei unterstützt, hierzulande eine Ausbildung oder ein Praktikum zu absolvieren“, erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende. „Es ist richtig, dass weiter alle Beteiligten im Land die Rahmenbedingungen für die Gewinnung von Fachkräften verbessern müssen“, betonte Gurr-Hirsch. Sie habe daher eine Anhörung zum Thema im Ausschuss für Europa und Internationales angeregt, die von allen vier Landtagsfraktionen mit getragen werde.

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