Betriebsbesichtigung bei Heiche in Schwaigern

Die Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch besuchte gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Dr. Thomas Ulmer und der CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Mirka Groschke die Firma Heiche Oberflächentechnik GmbH in Schwaigern

Regelmäßig trifft Friedlinde Gurr-Hirsch mit Unternehmerinnen und Unternehmern in ihrem Wahlkreis zusammen, um sich mit diesen über aktuelle Herausforderungen und Probleme auszutauschen. In dieser Woche war sie gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Dr. Thomas Ulmer und der örtlichen CDU-Vorsitzenden Mirka Groschke zu Gast bei der Firma Heiche in Schwaigern. Der Hauptgeschäftsbereich des im Jahre 1964 gegründeten mittelständischen Unternehmens ist die chemische Oberflächenbehandlung von Metallteilen.In mehreren eigenen Werken in Deutschland, Osteuropa und den Vereinigten Staaten behandelt die Firma Heiche von Leichtmetallen und ihren Legierungen bis hin zu Stahl und Guss verschiedenste Grundmaterialien. Die wichtigsten Abnehmer sind die Automobilzulieferer- und Maschinenbauindustrie sowie die Elektro- und Medizintechnik.
 
Im Mittelpunkt des Austauschgesprächs zwischen den CDU-Politikern und Vertretern der Firma Heiche standen die Auswirkungen der im Jahre 2007 in Kraft getretenen europäischen REACH-Verordnung. „Dadurch wurde das bis dahin uneinheitliche Chemikalienrecht in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten harmonisiert, wobei REACH für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien steht“, erläuterte Dr. Thomas Ulmer.
 
Bei den kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland führt die REACH-Verordnung zu zahlreichen Problemen. Sie kritisieren insbesondere den damit einhergehenden enormen Bürokratieaufwand sowie die immensen zusätzlichen Kosten, die vor allem bei der vorgeschriebenen Registrierung von Stoffen anfallen. Nach Aussage von ebenfalls beim Gespräch anwesenden Vertretern des Vereins VECCO e.V., der sich für eine weitergehende Nutzung von bestimmten Stoffen in der Oberflächentechnik einsetzt, führten diese zusätzlichen Belastungen bereits zum Verlust von zahlreichen Arbeitsplätzen. Friedlinde Gurr-Hirsch zeigte sich von der Information betroffen, dass mittlerweile etwa 30 Prozent des ursprünglichen Weltmarktanteils als verloren gelten. Daher fordert VECCO e.V. eine Korrektur der REACH-Verordnung auf Basis einer unabhängigen objektiven Bewertung der Auswirkungen.
 
Die grün-rote Landesregierung ist dagegen der Ansicht, dass die REACH-Verordnung keiner grundsätzlichen Änderung bedarf. Dies geht aus der Stellungnahme des Umweltministeriums auf eine parlamentarische Anfrage von Friedlinde Gurr-Hirsch vom April 2013 hervor. Die Landtagsabgeordnete versteht die Sorgen der einheimischen Chemiebranche. „Die mittelständischen Firmen sind das Rückgrat unseres Landes. Sie dürfen nicht im Stich gelassen werden, sondern müssen bei der Umsetzung der REACH-Verordnung unterstützt und angeleitet werden. Beispielsweise könnten die Registrierungsgebühren für die kleinen und mittelständischen Unternehmen gesenkt werden“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch abschließend.
 
MK

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