Vor-Ort-Aktion des Arbeitskreises Integration der CDU-Landtagsfraktion

Mitglieder des Arbeitskreises Integration der CDU-Landtagsfraktion informierten sich Mitte Oktober 2013 über die Integrationsarbeit in der Stadt Reutlingen. Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeisterin Barbara Bosch standen insbesondere die Erfahrungen mit dem bundesweiten Modellprojekt „Individuelle Integrationsvereinbarungen“ im Mittelpunkt der Gespräche. Hierbei handelt es sich um Vereinbarungen, in denen personenspezifisch festgehalten wird, mit welchen Voraussetzungen Zuwanderer nach Deutschland kommen und welche Hilfe sie unter anderem bei Spracherwerb, Ausbildung oder Kinderbetreuung benötigen. Darüber hinaus werden die Zuwanderer im Rahmen dieses Projektes beispielsweise beim Erlernen der deutschen Sprache gefördert und bei der Anerkennung ihrer Abschlüsse unterstützt.
 
Anschließend stand für die CDU-Landtagsabgeordneten ein Besuch der Yunus-Emre-Moschee auf dem Programm. Dabei wurde ihnen die Kooperation zwischen der Moscheegemeinde, dem türkischen Kultur- und Integrationsverein sowie der evangelischen Kreuzkirchengemeinde vorgestellt. Diese halten über das Jahr viele gemeinsame Aktivitäten vor, um mehr über die muslimische und christliche Religion und Kultur zu erfahren. „Dadurch entsteht ein fruchtbarer interkultureller Dialog, der entscheidend dazu beiträgt, Vorurteile abzubauen“, hob Friedlinde Gurr-Hirsch hervor.
 
Nachmittags ging es zur TSG Reutlingen e.V.. Der 170-jährige Sportverein startete zu Beginn des Jahres ein Projekt zur interkulturellen Öffnung des Vereins. Unter dem Titel „Dabei sein – für alle!“ ist es das Ziel des Projektes, den Sportverein für Migrantinnen und Migranten noch attraktiver zu gestalten. Mehr als 34 Prozent der Einwohner haben in Reutlingen einen Migrationshintergrund. Im größten Sportverein spiegelt sich dieser Wert nicht wider. Um dies zu ändern, werden Zugewanderte direkt angesprochen und ihre speziellen Bedürfnisse und Wünsche im Vereinsleben berücksichtigt. „Ein solches Engagement ist vorbildlich. Gerade im Breitensport kann die interkulturelle Verständigung hervorragend gefördert und gefordert werden“, betonte Friedlinde Gurr-Hirsch abschließend.
 
MK

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