Sommerfest in der Eppinger Moschee

Friedlinde Gurr-Hirsch pflegt seit vielen Jahren gute Kontakte zur Türkisch-Islamischen Gemeinde in Eppingen. Daher freute sie sich über die Einladung zu deren Sommerfest. Die Landtagsabgeordnete nutzte die Gelegenheit, um mit den Verantwortlichen vor Ort sowie Oberbürgermeister Klaus Holaschke das Thema Integration von Migranten anzusprechen. „In Eppingen ist es in erfreulichem Maße gelungen, zahlreiche Menschen türkischer Herkunft in die vorhandenen Gesellschaftsstrukturen einzugliedern“, betonte die CDU-Politikerin. Die Arbeit der islamischen Gemeinde habe dazu wesentlich beigetragen. Allerdings gibt es weiterhin viel zu tun. Viele Menschen mit Migrationshintergrund haben noch immer keine abgeschlossene Berufsausbildung und sind dadurch einem erhöhten Arbeitslosigkeitsrisiko ausgesetzt. In Bildungs- und Arbeitsmarktvergleichen schneiden sie in der Regel schlechter ab als ihre deutschen Altersgenossen. Dabei ist auffallend, dass Frauen mit Migrationshintergrund im Verhältnis zur männlichen Bevölkerung mit Migrationshintergrund für gewöhnlich mehr aufzuholen haben. Für die Frauenbeauftragte Gülzade Kablan ist dies eine besondere Herausforderung. Angesichts der Tatsache, dass in Baden-Württemberg in den nächsten zehn Jahren 500.000 zusätzliche qualifizierte Arbeitskräfte benötigt werden, ist es unbedingt erforderlich, dass große Potential zu nutzen, welches die Migrantinnen und Migranten bieten. „Alle Ressourcen auszuschöpfen muss das Ziel sein, um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen und langfristig die wirtschaftliche Wachstumsfähigkeit Baden-Württembergs zu erhalten bzw. zu erhöhen“, konstatierte Friedlinde Gurr-Hirsch.
 
M. Kleemann  

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